Unternehmen

Umsatzrückgang bei der Beggars Group

Im vergangenen Jahr erzielte die Beggars Group einen Umsatz von 63,1 Millionen Pfund erzielt - etwa 11,1 Millionen Pfund weniger als im Vorjahr. Abgestellt auf die aktuellen Gesellschaften hätten die Umsätze in Schlüselmärkten jedoch zugelegt.

14.08.2020 10:11 • von Dietmar Schwenger
Leitet die Beggars Group: Martin Mills (Bild: Beggars Group)

Im vergangenen Jahr erzielte die Beggars Group einen Umsatz von 63,1 Millionen Pfund erzielt - etwa 11,1 Millionen Pfund weniger als im Vorjahr, als noch 74,2 Millionen Pfund zu Buche schlugen. Abgestellt auf die aktuellen Gesellschaften hätten die Umsätze in Schlüselmärkten jedoch zugelegt, wie das Unternehmen mitteilt. Den operativen Gewinn beziffert die Beggars Group mit 3,7 Millionen Pfund - ein Rückgang von 69,3 Prozent.

Den Rückgang begründet die Beggars Group, zu der Labels wie XL Recordings, Matador, 4AD und Rough Trade gehören, weil es im Vorjahr einen einmaligen Effekt durch den Verkauf des Spotify-Anteils gegeben habe. Die im Handelsregister separat ausgegebenen Zahlen von XL Recordings für 2019 weisen einen Umsatz von 39 Millionen Pfund aus, das ist ein Rückgang von 27,8 Prozent im Vergleich mit 2018..

Aus den Unterlagen im Handelsregister geht ebenfalls hervor, dass XL Recordings einen Anteil von 90 Prozent an den Verlagen Beggars Music und Beggars Catalogues für 2,025 Millionen Pfund erworben hat. Zuvor gehörten die Verlage den Beggars-Direktoren Martin Mills, Richard Russell und Andy Heath, der einen Anteil von zehn Prozent behält.

Für 2020 kündigt die Beggars Group Auswirkungen der Corona-Krise an, weil man während des Lockdowns die PR-Aktivitäten nicht wie gewohnt fortführen konnte. Auch künftig, solange die Pandemie noch anhalte, werde das einen Effekt auf die Zahlen haben. Allerdings habe die Beggars Group einen starken Backkatalog, der einen signifikanten Anteil der Verkäufe ausmache. "Insgesamt erwarten wir etwa bei physischen Verkäufen, Sync und Performance Rückgänge, aber Streaming wird am wenigsten betroffen sein."

Sorgen macht man sich bei dem Unternehmen auch um die Folgen des Brexits, wenn etwa nach der Übergangsphyse die Versorgungsketten unterbrochen werden. "Es wird wohl einen erhöhten administrativen Aufwand für Künstler und Agenten geben, wenn UK-Bürger nicht mehr mühelos in die EU einreisen können und sich dort frei bewegen können."

"Auch sorgen wir uns um die Ungewissheit bezüglich der Pläne, wie die UK-Regierung nach dem Brexit mit der EU-Urheberrechtsreform umgeht. Wir glauben, dass auch Großbritannien solche Regelungen braucht, um die Rechte zu schützen", heißt es in den Papieren im Handelsregister,