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Konzertentscheidung in Düsseldorf fällt bis zum 31. August

Ob das geplante Konzert in Düsseldorf stattfindet, bleibt offen. Angesichts steigender Infektionszahlen haben sich Live Nation, das NRW-Gesundheitsministerium und die Stadt Düsseldorf darauf geeinigt, spätestens bis zum 31. August eine Entscheidung zu treffen.

13.08.2020 16:34 • von Dietmar Schwenger
Seine Hygienekonzept fand Anerkennung: Marek Lieberberg, CEO Live Nation GSA (Bild: Live Nation)

Ob das geplante Konzert in Düsseldorf stattfindet, bleibt offen. In einer gemeinsame Erklärung des NRW-Gesundheitsministeriums, der Stadt Düsseldorf und Live Nation zu der Show in der Merkur Spiel-Arena am 4. September heißt es, die Beteiligten hätten ein gemeinsames Vorgehen vereinbart.

"Vor dem Hintergrund der besorgniserregend steigenden Infektionszahlen in Nordrhein-Westfalen wie auch im Bundesgebiet stellen sich die Beteiligten die Frage nach der Verantwortbarkeit der geplanten Veranstaltung. Sie haben sich darauf verständigt, das Infektionsgeschehen und die pandemische Lage gemeinsam und im engen Dialog weiter zu beobachten, im Lichte dessen noch offene Fragen zu klären und spätestens bis zum 31. August 2020 eine abschließende Entscheidung zu treffen, ob die Veranstaltung stattfinden kann", heißt es in der Mitteilung.

Der Vorverkauf läuft einstweilen weiter. Im Falle einer Absage wird den Besuchern das Eintrittsentgelt einschließlich der Vorverkaufsgebühr zurückerstattet.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann macht deutlich: "NordrheinWestfalen liegt heute bei einer Inzidenz von 13,7. Im Vergleich mit anderen Landeshauptstädten liegt die Landeshauptstadt Düsseldorf mit einer Inzidenz von 18,7 auf dem zweiten Platz bei den Infektionen. Solange sich Inzidenz und Infektionsgeschehen auf hohem Niveau bewegen, wird eine Musikveranstaltung in dieser Größenordnung nicht stattfinden können. Aber: Im Sinne der konstruktiven Gespräche der letzten Tage und in Anerkennung des gewissenhaften Konzepts für den Bereich der Arena wird heute keine abschließende Entscheidung getroffen."

Oberbürgermeister Thomas Geisel ist froh, dass man zu der gewohnt guten Zusammenarbeit mit dem Ministerium zurückgefunden und eine für alle Seiten tragbare Lösung gefunden habe. "Ich bin auch froh, dass das Ministerium die gewissenhafte Arbeit des Düsseldorfer Gesundheitsamtes anerkennt, so wie es die Landeshauptstadt mit den Bedenken des Ministers getan hat."

Marek Lieberberg, CEO Live Nation GSA, spricht von einer "konstruktiven, richtungweisenden Übereinkunft, die der Kultur eine Chance gebe und dabei die konkrete Infektionsentwicklung berücksichtige. "Damit können Künstler, Fans und Veranstalter leben."

Experten des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales hatten zuvor das von Lieberberg und der Betreibergesellschaft D.Live entwickelte Hygienekonzept fachlich geprüft. Sie bestätigten, dass es sich vorbehaltlich einiger Fragen um ein fachlich durchdachtes Konzept handelt, das den Anforderungen des Infektionsschutzes für den Bereich der Arena angemessen Rechnung trage.