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Warner Music schreibt im dritten Fiskalquartal rote Zahlen

Die Warner Music Group verbuchte in den drei Monaten bis Ende Juni ein Umsatzminus von 4,5 Prozent und fuhr Nettoverluste im dreistelligen Millionenbereich ein. CEO Steve Cooper zeigt sich mit dem Abschneiden dennoch zufrieden, und verweist unter anderem auf Erfolge beim Aufbau von Newcomern.

04.08.2020 15:26 • von
Zeigt sich trotz Einbußen bei Umsatz und Ertrag mit dem Abschneiden von Warner Music zufrieden: Steve Cooper (Bild: Warner Music Group)

Die Warner Music Group verbuchte nach zunächst noch vorläufigen Zahlen in den drei Monaten von Anfang April bis Ende Juni 2020 bei Umsätzen von 1,01 Milliarden Dollar ein Minus von 4,5 Prozent, durchbrach aber in diesem dritten Fiskalquartal wie schon im Vorjahr erneut die Milliardengrenze. Während die digitalen Einnahmen um elf Prozent auf 720 Millionen Dollar wuchsen und nun für mehr als 71 Prozent der konzernweiten Umsätze stehen, gingen die Umsätze aus dem Verkauf physischer Produkte, aus dem Lizenz- und aus dem Dienstleistungsbereich im Zuge der Corona-Krise zurück.

Operativ musste Warner Music im dritten Geschäftsjahresquartal Verluste in Höhe von 433 Millionen Dollar hinnehmen, vor Jahresfrist hatte der Musikkonzern noch operative Gewinne von 58 Millionen Dollar einfahren können. Auch beim OIBDA-Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen fiel nach einem Plus von 124 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum nun ein Minus von 371 Millionen Dollar an. Unterm Strich schließlich steht nach einem Nettogewinn von 14 Millionen Dollar aus dem Vorjahr nun ein Verlust von 519 Millionen Dollar.

CEO Stephen "Steve" Cooper zeigt sich mit dem Abschneiden dennoch zufrieden, "insbesondere angesichts er globalen Pandemie", wie er bei der Vorlage der Zwischenbilanz in New York sagte. Die Ergebnisse würden die Stärke des Unternehmens unterstreichen, aber auch die weiter fortschreitende digitale Transformation. Zudem verwies Cooper auf Erfolge beim Aufbau von Newcomern: So handele es sich bei vier der fünf Topseller des Quartals um Debüts oder deren Nachfolgewerke. Im Bereich Recorded Music verweist die Bilanz des Musikkonzerns dann auf Dua Lipa, Roddy Ricch, Lil Uzi Vert, Tones And I und Ed Sheeran als erfolgreichste Acts des abgelaufenen Quartals.

Während die Plattenfirmensparte im Quartal ein Umsatzminus von 5,7 Prozent verbuchte, ging es beim Verlagsarm Warner Chappell Music um 1,4 Prozent voran.

Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres rangiert die Warner Music Group mit Umsätzen in Höhe von 3,337 Milliarden Dollar knapp unter dem Vorjahresniveau von 3,351 Milliarden Dollar, unterm Strich aber stehen nach einem Nettogewinn von 167 Millionen Dollar aus den ersten neun Monaten des vorherigen Geschäftsjahres nun Verlust von derzeit 471 Millionen Dollar.Anfang Juni hatte Warner Music den Gang an die Börse gewagt.