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Spotify erschließt Russland und zwölf weitere Märkte

Am Abend des 15. Juli gab Spotify die Expansion in 13 neue Märkte bekannt. Das größte Potenzial bietet dabei Russland, daneben wehte ein Hauch von ESC-Feeling durch die Ankündigung.

15.07.2020 07:16 • von
Den Release Radar gibt es nun auch in kyrillischer Schrift: Spotify will nun auch in Russland und zwölf anderen Nationen im Osten Europas neue Nutzer gewinnen (Bild: Spotify)

Am Abend des 15. Juli 2020 gab Spotify die Expansion in 13 neue Märkte bekannt. Das größte Potenzial bietet dabei Russland, daneben wehte ein Hauch von ESC-Feeling durch die Ankündigung. Schließlich wollen die Betreiber des Streamingdenstes ab sofort neben den Bürgern Russlands auch Kunden in Albanien, Weißrussland, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Kasachstan, dem Kosovo, Moldawien, Montenegro, Nordmakedonien, Serbien, Slowenien und der Ukraine von ihrem Angebot überzeugen.

Gustav Gyllenhammar, der bei Spotify als Vice President die Bereiche Markets & Subscriber Growth verantwortet, taxierte bei Bekanntgabe der Neueröffnungen die hinzugewonnene Reichweite auf fast 250 Millionen Menschen und sprach denn auch von "einem wichtigen Moment auf dem Weg von Spotify". Dabei strich er die Bedeutung des wachsenden Musikmarkts in Russland heraus, "wo Streaming weit verbreitet ist und wir eine bedeutende Chance für Spotify sehen". Schließlich zähle Russland im weltweiten Ranking der IFPI zu den Top 10 der weltgrößten Musikmärkte, komme aufs Streaming heruntergebrochen aber bislang nur auf Rang 17. Bis 2030 sei indes damit zu rechnen, dass Russland auf Position zehn vorrückt. Diese Entwicklung will man be Spotify ganz offenbar nicht verpassen.

Spotify ist damit nunmehr weltweit in 92 Märkten am Netz. Damit liegt der Konzern zumindest in diesem Bereich allerdings weiterhin hinter Mitbewerbern im Streaminggeschäft wie Apple Music oder Deezer.

Nach Nutzerzahlen hat indes Spotify weiterhin die Nase vorn: Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres hatte die Betreiber des Streamingdienstes Ende April die Zahl der zahlenden Kunden um 31 Prozent auf 130 Millionen Abonnenten steigern können, bei den sogenannten MAUs, den monatlich mindestens einmal aktiven Nutzern, ging es im Vorjahresvergleich ebenfalls um 31 Prozent rauf auf 286 Millionen.