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Veranstaltergemeinschaft feiert Corona-Premiere von Stehplatzkonzerten

Am 10. und 11. Juli richtete eine Veranstaltergemeinschaft aus Newado Entertainment, Mö PR und Major Compact Units auf der Festwiese in Oschatz die ersten beiden Stehplatzkonzerte unter Corona-Bedingungen aus.

13.07.2020 11:37 • von Dietmar Schwenger
Traten vor einem stehenden Publikum auf: Goitzsche Front (Bild: Newado, Mo, Major Compact Unit)

Am 10. und 11. Juli 2020 richtete eine Veranstaltergemeinschaft aus Newado Entertainment (Berlin), Mö PR (Oranienbaum) und Major Compact Units (Chemnitz/Oranienbaum) auf der Festwiese in Oschatz die ersten beiden Stehplatzkonzerte unter Corona-Bedingungen aus. Gebucht dafür waren das DJ-Duo Gestört aber Geil und die Band Goitzsche Front.

Ausgelegt waren die Konzerte für jeweils 960 Personen, die Stehplatztickets in unterschiedlichen Preiskategorien erwerben konnten. Das von den Behörden ohne Beanstandung genehmigte Konzept sah Stehplatzlogen für vier Personen und ein Einbahnstrassensystem auf dem Showgelände vor.

"Die dadurch garantierte Einhaltung des Sicherheitsabstandes machte deshalb sogar eine Party ohne Mundschutz und weitere Auflagen möglich", teilen die Veranstalter mit. Zudem sei ein neu konzipiertes WC-Terminal zum Einsatz gekommen. Mit separaten Zugängen und durch eine runde Aufbauwiese sei auch hier ein Einbahnstrassensystem umsetzbar gewesen.

Außerdem habe man im Eingangs- wie in den Sanitärbereichen und der Gastronomie ausreichend Desinfektionsmittel angeboten, das von den Gästen auch regelmäßig genutzt worden sei.

"Von den mehr als 1500 Wochenendgästen gab es ein durchweg positives Feedback und auch auf den Social-Media-Kanälen der Acts sind die Fans dankbar für die Shows und sehen darin einen ersten Schritt in Richtung Normalität", heißt es aus Oschatz. "Die Veranstaltergemeinschaft sieht das Experiment als gelungen an und wird mit diesem Konzept weitere Shows planen."

Die beteiligten Unternehmen weisen darauf hin, dass der personelle Mehraufwand und auch die Kostenstruktur durch zusätzlichen Equipmentbedarf zwar eine "leichte Erhöhung" der Eintrittspreise mit sich gebracht hätten, jedoch habe sich diese noch "im moderaten und von den Zuschauern akzeptierten Bereich" befunden.