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Charts KW 29: "Sing meinen Song" zurück auf der Pole

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts erobert das Album zur siebten Staffel von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" nach anderthalb Monaten die Tabellenführung zurück. Bei den Singles verbucht Apache 207 seinen fünften Nummer-eins-Hit.

10.07.2020 15:55 • von Frank Medwedeff
Back on top: die "Sing meinen Song"-Künstlerschar der siebten Staffel mit (von links) Michael Patrick Kelly, MoTrip, IlseDeLange, Jan Plewka, Nico Santos, Lea und Max Giesinger (Bild: TVNow)

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts erobert "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Volume 7" von Rang zwei aus der Vorwoche aus nach anderthalb Monaten die Tabellenführung zurück. Am 7. Juli zeigte Vox ein "Sing meinen Song"-Special mit den größten Überraschungsauftritten aller bisherigen sieben Staffeln, was wohl den Anstoß zum abermaligen Triumph des aktuellen Albums zum TV-Erfolgsformat gegeben haben dürfte.

Wie die Chartsermittler von GfK Entertainment herausstellen, sind auch "fast alle Künstler" der jüngsten Staffel weiterhin mit eigenen Alben in den Top 100 vertreten, so etwa Lea mit "Treppenhaus" auf Rang acht und Ilse DeLange mit "Changes" auf Listenplatz 29.

Zwei Metalbands erobern als höchste Neuzugänge der Woche die übrigen Podestpositionen: Powerwolf platzieren ihren Sampler "Best Of The Blessed" direkt auf Rang zwei, und an dritter Stelle debütiert "Cannibal", das neue Album von Bury Tomorrow.

Thomas Anders und Florian Silbereisen verbessern sich mit ihrem Ex-Spitzenreiter "Das Album" wieder von Rang sechs auf vier. Die Vorwochenchampions Depeche Mode finden sich mit "Spirits In The Forest" auf dem fünften Rang wieder.

Bob Dylan geht mit "Rough And Rowdy Ways" um eine Position abwärts auf die Sechs. Auf Platz sieben reihen sich als Neuzugang die "Giraffenaffen 6" ein - die erste Top-10-Platzierung der Tonträgerreihe für Kinder, diesmal unter anderem mit Howard Carpendale, Roland Kaiser, Lina Maly, Wingenfelder, Gestört Aber Geil oder Lea. Letztere steigt mit ihrem schon erwähnten Album "Treppenhaus" von zehn auf acht.

Neueinsteiger auf Platz neun ist "Shoot For The Stars Aim For The Moon", das posthume Album des US-amerikanischen Rappers Pop Smoke, der am 19. Februar 2020 erschossen wurde.

Von zwölf auf zehn verbessern sich die Kidz Bop Kids mit "Kidz Bop Party Kids!" - nach den GIraffenaffen das zweite Kinderalbum in den Top 10.

Den Einzug dort verpasst Paul Weller um Haaresbreite: "On Sunset", das neue Soloalbum des einstigen Anführers von The Jam und The Style Council, kommt auf Platz elf an. Marquess sind mit "Turbulento" neu gelistet auf der 13.

Die Sparks entern das deutsche Charts-Terrain mit "A Steady Drip, Drip, Drip" an 24. Stelle. Und in der oberen Chartshälfte tauchen dann lediglich noch zwei Neuzugänge auf: Rapperin Haiytis "Sui Sui" auf Rang 34 und Country-Legende Willie Nelson mit "First Rose Of Spring" auf 43.

44,2 Prozent Wochenanteil bringen Universal Music die Führungsrolle im Vertriebsranking ein. Sony Music kommt auf 25,7 Prozent, Warner Music auf 15,3 Prozent, Tonpool auf 10,6 und Zebralution auf 1,6 Prozent.

In die deutsche Singleshitliste kehrt laut GfK Entertainment nach dem spektakulären Durchmarsch der Rolling Stones in der Vorwoche wieder "Deutschrap-Normalität" ein: Apache 207 landet mit dem Track "Bläulich" direkt am Gipfelkreuz und verbucht hier den fünften Nummer-eins-Hit seiner noch jungen Karriere.

Der neuseeländische Produzent Jawsh 685 rückt mit "Savage Love (Laxed - Siren Beat)", seiner Kollaboration mit Jason Derulo, um eine Stufe rauf auf die Zwei. Auch Rapper Ufo361 verbessert sich mit "Emotions" respektive "Emotions 2.0" (feat. Céline) von vier auf drei.

Um zwei Stellen nach oben auf die Vier geht es für die US-HipHop-Stars DaBaby und Roddy Ricch mit ihrem gemeinsamen Hit "Rockstar". Und "Nacht zu kurz" von Deutschrapgröße Luciano ist Neuzugang auf fünf.

Den Sprung direkt in die Top 10 schaffen auch Bozza & Samra mit dem Track "Unbekannt" (Platz acht). Die Stones müssen sich nach dem Vorwochensieg von "Living In A Ghost Town" übrigens nun mit Platz 37 begnügen.

Universal Music hat auch im Singles-Segment bei den Distributoren das Sagen mit einem Marktanteil in der ausgewerteten Woche von 42,6 Prozent. Sony Music ist hier indes nicht weit weg (31,8 Prozent). Warner Music belegt Rang drei mit 13,7 Prozent vor Believe/GoodToGo (8,5 Prozent) sowie Kontor/Edel (3,4 Prozent).

Passend zur dank Corona-Lockerungen doch noch eingeleiteten Urlaubssaison springen die "Ballermann Hits 2020" in den Top 30 Compilations von null auf eins und schieben die "Bravo Hits 109" auf den zweiten Rang zurück. "Toggo Music 55" steigt von vier auf drei.

Zweithöchster Neuankömmling ist "Dream Dance Vol. 89" auf Position fünf.

Universal Music dominiert hier mit 63,0 Prozent Marktanteil die Vertriebsfirmenhitliste weiterhin nach Belieben. Sony Music erreicht 26,9 Prozent, gefolgt von Warner Music (7,0 Prozent) und Kontor/Edel (2,7 Prozent).