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Bewerbungsstart für 13. "listen to berlin"-Kopplung

Die Berlin Music Commission ruft zur Bewerbung für die 13. Ausgabe der genreübergreifenden "listen to berlin"-Compilation und die am 3. November 2020 vergebenen listen to berlin: Awards auf.

07.07.2020 15:39 • von Frank Medwedeff
War auf der letzten "listen to berlin"-Compilation vertreten: Olivia Anna Livki (Bild: Dan Taylor)

Die Berlin Music Commission ruft zur Bewerbung für die 13. Ausgabe der genreübergreifenden "listen to berlin"-Compilation auf.

Ab sofort haben demnach Berliner "Künstler*innen, Labels, Verlage und Produzent*innen die Möglichkeit, ihre unveröffentlichten Songs für die diesjährige listen to berlin Compilation und die listen to berlin: Awards einzureichen". Am 3. November 2020 soll die Bekanntgabe der Preisträger bei den listen to berlin: Awards erfolgen, welche zugleich den Auftakt von Most Wanted: Music geben soll. Die listen to berlin: Awards seien nicht zuletzt eine "Plattform für Austausch, Vernetzung und Kooperation zwischen erfahrenen Branchenvertreter*innen und engagierten Nachwuchs-Akteur*innen".

Während die Welt sich der Realität und den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie stelle, sei, wie die Berlin Music Commission anfügt, bereits von einer "neuen Normalität" die Rede. Aber in der Berliner Musikszene sei es nie um "das Normale" gegangen. Die Musik Berlins sei unkonventionell, innovativ und progressiv, und das soll sich auch auf der kommenden "listen to berlin"-Compilation widerspiegeln.

Die 18 für die Compilation ausgewählten Acts sind dann auch automatisch für die listen to berlin: Awards nominiert, die sich als "Prädikat für bemerkenswerte Leistungen in der Berliner Musikbranche" verstehen. Seit 2017 verleiht die Berlin Music Commission die Preise unabhängig von kommerziellen Gesichtspunkten und setze dabei den Schwerpunkt auf die Vielschichtigkeit der Branche. Sie sollen "besondere Menschen, Künstler*innen und Projekte" herausstellen, die sich im Rahmen der Award-Verleihung einer breiten Öffentlichkeit vorstellen wollen. Darüber hinaus haben die Gewinnerinnen und Gewinner die Chance, einen Live-Auftritt bei MW:M Live, dem Showcaseformat von Most Wanted: Music, im November 2020 zu bekommen.

In Zusammenarbeit mit dem Digitalvertrieb Zebralution wird die Berlin Music Commission die "listen to berlin"-Compilation veröffentlichen. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten "ein Digital Set-Up, Playlist Pitching, sowie digitale Marketing-Tools, um die individuellen Tracks zu promoten". Zebralution werde gemeinsam mit Dussmann, dem KulturKaufhaus, und den Medienpartnern FluxFM und Ask Helmut "bei der Sichtbarmachung der kuratierten Tracks helfen".

Die Compilation biete Raum für Experimente, sei offen für alle Genres und Stile und begnüge sich nie mit dem Normalen. In der Vergangenheit auf der Compilation zu hören waren unter anderen Dota Kehr, Bonaparte, junk-E-cat, Shirley Holmes, Zustra, Jan Blomqvist, Ani Klang, Pilocka Krach, Symbiz oder Moderat.

"Wir suchen einen Querschnitt durch die innovativste und aufregendste Musik; einen Soundtrack für eine vielfältige Stadt in einem Moment des Umbruchs", verlautet die Berlin Music Commission.

Die Zusammenstellung wird von einer Fachjury kuratiert, die sich jedes Jahr neu "aus Expert*innen der verschiedenen Bereiche des Musikgeschäfts" zusammensetze.

Olaf Kretschmar, Vorstand der Berlin Music Commission, erklärt: "Ob Musiker*innen, Booking-Agentur, Veranstalter*in, Label, Hochschule oder Verlag - die Corona-Krise macht vor keinem und keiner halt. Dass sie nicht nur Unterhaltung produzieren, sondern ihre künstlerische Auseinandersetzung mit der Welt unentbehrlich für eine funktionierende Gesellschaft sind, wird uns durch die Krise immer bewusster. Mit der 'listen to berlin'-Compilation 2020/21 möchten wir dafür sorgen, dass gerade die Musik abseits des Pop-Mainstreams, die sich kritisch und auf unkonventionelle Weise mit dieser Welt auseinandersetzt, gehört wird."

Einreichungen können von Bands, Musiker*innen, Labels, Produzent*innen oder Verleger*innen erfolgen. "Die Künstler*innen selbst müssen in Berlin leben", wie die Bewerbungskriterien vorschreiben.

Die eingereichte Aufnahme muss abgemischt und" veröffentlichungsreif" sein. Das Mastering wird von der Berlin Music Commission durchgeführt.

Nur bisher unveröffentlichte Stücke kommen in Frage, und eine physische und digitale Veröffentlichung dürfe nicht vor 3. November 2020 geplant sein. Sowohl Acts mit wie auch ohne Label seien willkommen, jedoch "keine Major-Label-Acts".

Die Rechteinhaber*innen müssen die Lizenz kostenlos zur Verfügung stellen; GEMA-Gebühren übernimmt die Berlin Music Commission. Acts die auf der "listen to berlin"-Compilation 2019/20 vertreten sind, können für dieses Jahr keine Berücksichtigung finden, Bewerbungsschluss ist der 9. August 2020.

listen to berlin ist ein Projekt der Berlin Music Commission in Kooperation mit Zebralution und Dussmann das KulturKaufhaus. Most Wanted: Music und listen to berlin: Awards sind Veranstaltungen der Berlin Music Commission im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.