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Charts KW 28: Depeche Mode sichern sich zehnte Nummer eins

"Spirits In The Forest" ist das zehnte Nummer-eins-Album für Depeche Mode in den Offiziellen Deutschen Charts, zugleich erreicht die Band diese Position erstmals mit Mischung aus Dokumentation und Konzertmitschnitt. Bei den Singles stellen die Rolling Stones einen Doppelrekord auf.

03.07.2020 15:28 • von Dietmar Schwenger
Zum zehnten Mal auf eins in Deutschland: Depeche Mode (Bild: Anton Corbijn)

"Spirits In The Forest" ist das zehnte Nummer-eins-Album für Depeche Mode in den Offiziellen Deutschen Charts, zugleich erreicht die Band diese Position erstmals mit einer Mischung aus Dokumentation und Konzertmitschnitt, der separat erhältliche "Live Spirits Soundtrack" debütiert zusätzlich auf Rang 23

Feuerschwanz steigen hinter "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Vol. 7" (unverändert auf Position zwei) mit dem Album "Das elfte Gebot" auf drei ein. Die Toten Hosen platzieren sich mit der Vinyl-Jubiläumsedition ihres 1990 erschienenen Werks "Auf dem Kreuzzug ins Glück" auf Platz vier. Vorwochensieger Bob Dylan fällt mit "Rough And Rowdy Ways" auf fünf.

Bergab geht es auch für Thomas Anders & Florian Silbereisen: "Das Album" rutscht von fünf auf sechs. Neu auf sieben landet die Münsteraner Gruppe Long Distance Calling mit "How Do We Want To Live?". Weitere Neuzugänge sind "Mordechai Dead Oceans" von Khruangbin auf der Acht und "Amends" von Grey Daze. "Treppenhaus" von Lea stand in der Vorwoche auf acht und bildet nun das Schlusslicht der Top Ten.

Bei den Chartsanteilen der Vertriebsfirmen liegt Universal Music bei den Alben mit 36,4 Prozent vor Sony Music mit 30,4 Prozent, gefolgt von Warner Music mit 13,3 Prozent. Tonpool kommt auf 10,1 Prozent und Believe/GoodToGo auf 2,9 Prozent.

Bei den Singles feiern die Rolling Stones mit "Living In A Ghost Town" ihre erste Nummer-eins-Single seit 1968, als die Band mit "Jumpin' Jack Flash" in Deutschland ganz oben stand. Insgesamt ist die aktuelle Single der Stones, die Anfang Mai bereits als Stream erhältlich war, damals Platz 22 erreichte und nun auf Vinyl und CD erhältlich ist, die siebte Nummer-eins-Single der Formation. Die Rolling Stones stellen mit diesem Erfolg einen Doppelrekord auf: Sie sind nicht nur die ältesten Künstler, die jemals auf dem Thron der deutschen Singles-Hitliste sitzen, sondern verzeichnen auch mit 52 Jahren die größte Spanne zwischen zwei Nummer-eins-Hits.

Zweithöchster Neuzugang ist "XXL" von Miksu, Macloud, Summer Cem & Luciano feat. Jamule. Der Track ist auf dem neuen Label Futura der beiden Produzenten Miksu und Macloud im Vertrieb von Groove Attack erschienen. "Wir freuen uns riesig, dass das Produzententeam der Stunde sich für eine Zusammenarbeit mit uns entschieden hat und nun direkt so stark gechartet ist", sagt Groove-Attack-Geschäftsführer Frank Stratmann. "Wir werden Miksu/Macloud bestmöglich dabei unterstützen, diesen Erfolg nachhaltig auszubauen. Natürlich ist dann auch die Spitze das Ziel."

Auch Lucas Teuchner, CEO Two Sides und als Manager für die Belange von Miksu/Macloud verantwortlich, freut sich "für Laurin und Josh, dass sie ein Zuhause bei Groove Attack gefunden haben. Miksu und Macloud sind nicht nur Produzenten, sondern ein vor Kreativität strotzendes Bollwerk. Durch die Zusammenarbeit mit Groove Attack können sich die beiden noch besser entfalten und zeigen, dass sie zur absoluten Top-Elite in Deutschland gehören."

Hinter "XXL" steigt "Savage Love (Laxed - Siren Beat)" von Jawsh 685 & Jason Derulo von sechs auf drei. Dafür fällt "Emotions" von Ufo361 von zwei auf vier. einen Platz gut macht Pashanim, dessen Track "Airwaves" von fünf auf vier klettert. Einen Zähler verliert "Rockstar" von DaBaby feat. Roddy Ricch (fünf auf sechs"), während Position sieben einen Neuzugang bietet: "Ayo Technology" von Kynda Gray & Rin. Die Nummer eins der Vorwoche, "Big Body Benz" Bonez MC, stürzt auf Rang acht ab.

Von drei auf neun geht es für "Ich weiß nicht mal wie sie heißt" von Capital Bra & Bozza, von acht auf zehn für "Übermorgen" von Mark Forster. Die südkoreanische Girlband Blackpink stellte mit ihrem aktuellen Track "How You Like That" unlängst einen Bestwert für das weltweit meistgesehene YouTube-Video binnen 24 Stunden auf, in den deutschen Charts reichte es jedoch nur für Platz Platz 66.

Universal Music hält mit 41 Prozent auch im Singlessegment die Spitzenposition bei den Chartsanteilen, Songs Music steht hier in der Erhebungswoche bei 29,6 Prozent und Warner Music fährt 13,9 Prozent ein. Believe/GoodToGo holt 11,3 Prozent und Kontor New Media/Edel 3,4 Prozent.

Bei den Compilations halten sich die "Bravo Hits 109" unverändert an der Spitze, und auch auf Rang zwei hat sich nichts verändert. Hier findet sich nach wie vor ""he Dome Vol. 94". Als Wiedereinsteiger auf drei verschafft sich "Pop Giganten - Sommer-Hits" Gehör und auch Rang vier wartet mit einem Neuzugang auf: "Toggo Music 55". Von drei auf fünf fällt "Club Sounds Summer 2020".

Universal Music führt die Chartsanteile bei den Kopplungen klar mit 54,4 Prozent an. Rang zwei belegt Sony Music mit 31,5 Prozent, Warner Music steht mit 10,5 Prozent auf drei und Kontor New Media/Edel bilanziert 3,3 Prozent.