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More Than Words erklären auf der Couch ihren "Alleingang"

Beim ersten Besuch eines Künstlers auf der MusikWoche-Couch seit Beginn der Corona-Krise stellte das Country-Trio More Than Words um Stefanie Hertel, Johanna Mross und Lanny Lanner sein Debütalbum vor.

03.07.2020 14:51 • von Dietmar Schwenger
Wollen 2021 als More Than Words auch live spielen (von links): Stefanie Hertel, Johanna Mross und Lanny Lanner (Bild: MusikWoche)

Beim ersten Besuch eines Künstlers auf der MusikWoche-Couch seit Beginn der Corona-Krise stellte das Country-Trio More Than Words um Stefanie Hertel, Johanna Mross und Lanny Lanner sein Debütalbum vor.

"Als Solistin bin ich nach wie vor bei Telamo, wo aber derzeit nichts Neues ansteht", sagt Stefanie Hertel, die mit ihrem Ehemann Lanny Lanner und Tochter Johanna Mross bereits 2018 die Country-Formation More Than Words gegründet hat. "Aber wir drei haben beschlossen, alles im Alleingang zu machen", so Hertel weiter. Entsprechend ist das Werk auf dem eigenen Label Angel Road Records im Vertrieb von Nova MD erschienen.

"Wir wollten die kreative Freiheit haben, um das Album so zu produzieren, wie wir glauben, dass es klingen soll", betont Lanner. Man wollte die Songs ganz bewusst nicht an Marktvorgaben anpassen, sondern es sollte der Musik nahe kommen, "die uns so am Herzen liegt - und das ist der Country-Rockpop, der in Nashville produziert wird." Stilistisch habe man sich an Künstlern wie Lady Antebellum, Keith Urban, Brad Paisley oder The Band Perry orientiert. "Und in Deutschland hätten wir wohl niemanden gefunden, der das auch so sieht", meint Lanner, der bis auf zwei Covertitel auch alle Songs geschrieben, produziert und im bandeigenen Heimstudio eingespielt hat, wobei auch die mehrstimmigen Harmonien der drei Sänger eine wichtige Rolle spielen.

Musikalisch kommt der neue Sound auch Stefanie Hertel sehr entgegen: "Ich war immer schon Country-Fan, hatte mich aber, bevor ich Lanny kennenlernte, nicht so intensiv mit der aktuellen Country-Musik beschäftigt." Wichtig war dabei auch die TV-Serie "Nashville", wie Johanna Mross erzählt: "Damit hat für uns alles begonnen - wir haben uns richtig in diese Musik verliebt. Lanny und ich haben unsere Gitarren genommen und wir haben zu dritt die Songs aus der Show auf der Couch gecovert."

Das habe man dann zunächst im kleinen Kreis bei Familienfesten aufgeführt, bevor man sich entschieden habe, diese Musik auch auf größere Bühnen zu bringen. Die ersten Reaktionen waren dabei überaus positiv, wie die junge Sängerin ausführt: "Wir haben festgestellt, dass diese Musik alle Altersklassen anspricht. Meine beste Freundin hört das Album rauf und runter und kann schon alle Texte auswendig."

Und Hertel schildert einen Fall aus ihrer Fanpost, bei der sich eine 80-Jährige für die Musik von More Than Words begeistere. Die Pläne, die Musik mit eigener Band live zu spielen - geplant waren Auftritte als Special Guest von Bonnie Tyler -, mussten das Trio nun verschieben, aber 2021 soll es losgehen. "Wenn du live auf einer Bühne Musik machst und das den Leuten gefällt, kommt man bei ihnen auch nachhaltig an - das ist mit Playback nicht möglich", so Lanner.