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Ferropolis droht Insolvenz

Das Veranstaltungsgelände und Freilichtmuseum Ferropolis bei Gräfenhainichen ist akut von der Insolvenz bedroht, wie Geschäftsführer Thies Schröder bestätigt hat. Das Areal ist unter anderem als Austragungsort von Musikfestivals wie Melt, splash! oder Full Force bekannt.

01.07.2020 15:22 • von Frank Medwedeff
Unter anderem als Festivalgelände genutzt: Ferropolis, hier eine Impression vom Melt Festival (Bild: Ferropolis GmbH)

Das Veranstaltungsgelände und Freilichtmuseum Ferropolis bei Gräfenhainichen ist akut von Insolvenz bedroht. Wenn das Insolvenzrecht nicht gelockert worden wäre, hätte eine Insolvenzanmeldung bereits geprüft werden müssen, wie Ferropolis-Geschäftsführer Thies Schröder gegenüber der dpa eingeräumt hat. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie seien bereits rund 400.000 Euro Umsatz weggebrochen, wie zum Beispiel die "Welt" berichtet. Ein Hauptproblem seien die laufenden Kosten. So müssen die Betreiber sich etwa um den Erhalt der Industriedenkmäler auf dem Gelände in Sachsen-Anhalt kümmern, auf dem bis 1991 Braunkohle abgebaut wurde. Zu den Attraktionen des Areals gehören fünf gigantische Braunkohlebagger, die man dort besichtigen kann.

Kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie wurden offenbar noch 350.000 Euro in das Gelände investiert. Wie der Kampf ums Überleben weitergehen soll, sei noch nicht absehbar, so Thies Schröder. Man setze auf die nächste Saison, "die es rausreißen muss", sagte der Ferropolis-Chef. Als '"Lichtblick" bezeichnete Schröder das kürzlich gestartete "Pop-up-Camping". Campingfans können dabei auf dem Ferropolis-Gelände Stellplätze mieten und dort mit Zelt oder Wohnwagen Urlaub in der "Stadt aus Eisen" machen.

Zu den bekanntesten Veranstaltungen auf dem Gelände gehören Musikfestivals wie Melt, splash! und Full Force, die jährlich zehntausende Fans anlocken.