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SUISA-Mitglieder segnen Hilfspaket ab

Die SUISA will ihre Mitglieder mit einem Hilfsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Franken unterstützen. Zudem wählten die SUISA-Mitglieder bei der Generalversammlung Melanie Oesch in den Vorstand der Verwertungsgesellschaft.

01.07.2020 11:37 • von
Neu im Vorstand der SUISA: Melanie Oesch erläutert in einem Video auf den Onlineseiten der Verwertungsgesellschaft die Bedeutung der kollektiven Rechtewahrnehmung (Bild: blog.suisa.ch, Screenshot)

Die SUISA will ihre Mitglieder aus der Schweiz und Liechtenstein mit einem Hilfsfonds in Höhe von 1,5 Millionen Franken unterstützen, umgerechnet gut 1,41 Millionen Euro. Entsprechende Pläne genehmigte die aufgrund der Covid-19-Pandemie erstmals in der Geschichte der SUISA in schriftlicher Form durchgeführte Generalversammlung im Juni. Die SUISA-Mitglieder konnten dabei per Brief oder, im Fall von einigen Mitgliedern aus dem Ausland, per Mail abstimmen und wählen.

Das Paket soll Komponisten, Textautoren und Verlegern helfen, denen aufgrund der behördlich angeordneten Absage von Veranstaltungen oder der Schließung von Betrieben Vergütungen entgehen.

Bereits im April hatte der SUISA-Vorstand eine entsprechende Maßnahme beschlossen, die SUISA-Generalversammlung stimmte dem Hilfsfonds nun mit großer Mehrheit zu, wie es aus Zürich heißt: "Aus dem Hilfsfonds können zwar nicht Gagenausfälle, aber Ausfälle wegen fehlenden Einnahmen aus Urheberrechten finanziert werden." Schon zuvor konnten SUISA-Mitglieder einen Vorschuss auf künftige Einnahmen beziehen; diese Vorschussregelung wurde ausgeweitet.

Zudem wählten die SUISA-Mitglieder Melanie Oesch zunächst bis 2023 in den Vorstand der Verwertungsgesellschaft. Die Schweizer Jodlerin, Sängerin, Komponistin und Verlegerin gehöre mit Oesch's die Dritten "zu den erfolgreichsten Vertretern des volkstümlichen Schlagers", fasst die SUISA zusammen: "Die Arbeit der SUISA ist sehr wichtig für mich", sagt die Künstlerin in einem Videointerview auf den Onlineseiten der Organisation. "Ich hätte nie die Zeit, das Geld, welches mir zusteht, überall selbst einzufordern und auch das Wissen darüber fehlt mir."

Der Musikverleger Michael Hug, Geschäftsführer der Ruh Musik AG, wurde darüber hinaus ebenfalls für die laufende Amtszeit bis 2023 in die Verteilungs- und Werkkommission (VWK) der SUISA gewählt.

Erst kürzlich hatte die SUISA ihre Jahresbilanz für 2019 vorgelegt, die bei Einnahmen von 176,3 Millionen Franken einen Zuwachs von 9,6 Prozent zum Vorjahr und Ausschüttungen in Höhe von 135 Millionen Franken brachte. Den Geschäftsbericht hat die SUISA auf ihren Onlineseiten veröffentlicht.