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Thanscheidt sieht "ungebrochene Lust auf Live-Musik"

Stephan Thanscheidt, Geschäftsführer FKP Scorpio, ist optimistisch für die Livesaison 2021. Er begründet das mit der "Sehnsucht nach Party, Musik und positiver Eskalation" bei den Menschen. Den eigenen Events half in diesem Jahr zudem eine Versicherung.

23.06.2020 12:59 • von Dietmar Schwenger
Spürt ein großes Bedürfnis der Leute nach Livemusik: Stephan Thanscheidt (Bild: FKP Scorpio)

Stephan Thanscheidt, Geschäftsführer FKP Scorpio, ist optimistisch für die Livesaison 2021. Er sei überzeugt, dass es Festivals im nächsten Jahr noch geben werde. Der "Kreiszeitung" sagte er: "Wir bemerken insbesondere auf unseren Social Media-Kanälen in Bezug auf die Festivals, aber hinsichtlich normaler Konzerte, dass die Lust auf Live-Musik trotz der Krise ungebrochen ist. Die Menschen wollen diese Events fühlen, erleben und gemeinsam Spaß haben. Ich glaube, je länger wir alle auf Konzerte und Festivals verzichten müssen, umso größer ist die Sehnsucht nach Party, Musik und positiver Eskalation und umso euphorischer wird nächstes Jahr auf den Festivals gefeiert."

Auch die von FKP Scorpio veranstalteten Events sollen dann wieder stattfinden. Am Beispiel der Hurricane Festivals erläutert Thanscheidt: "Wir waren zum Glück versichert und natürlich hilft es uns enorm, dass unsere Gäste fast ausnahmslos ihre Tickets auf 2021 übertragen haben. Auch emotional. Diese Treue dem Hurricane gegenüber, die wir ja auch von fast allen Bands erleben, die sich schon für 2021 committed haben, das berührt uns und gibt uns Kraft."

Der Zeitung sagte der FKP-Scorpio-Manager, dass bislang bereits mehr als 100.?000 Tickets auf 2021 umgeschrieben worden seien. "Das ist unglaublich, und wir können uns nicht genug für die Treue unserer Gäste bedanken. Das bedeutet auch, dass das Ticketkontingent im regulären Vorverkauf, der am 19. Juni begonnen hat, dieses Mal vergleichsweise deutlich kleiner ist."

Ambivalent beurteilt Thanscheidt Livestreamkonzerte. "Ich denke, ein Wohnzimmerkonzert ist besser als gar keine Kultur und eine Option für Künstler, mit ihren Fans in Kontakt zu bleiben. Es ist aber keine Alternative zu live und natürlich auch kein echtes Geschäftsmodell, was die Branche und die vielen damit verbundenen Gewerke am Leben halten kann."