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GEMA verlegt die Mitgliederversammlung in den virtuellen Raum

Eigentlich hatte die GEMA ihre Mitglieder bereits Mitte Mai zur Hauptversammlung bitten wollen. Doch die Corona-Pandemie machte der Verwertungsgesellschaft einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen steht fest, dass die GEMA für 2020 eine rein virtuelle Versammlung plant, an gleich drei Tagen.

22.06.2020 15:57 • von
Spricht 2020 nur virtuell zu den Mitgliedern der GEMA: der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Weigand, hier bei der Hauptversammlung 2018 (Bild: Sebastian Linder)

Eigentlich hatte dieGEMA ihre Mitglieder bereits Mitte Mai in Berlin zur alljährlichen Hauptversammlung bitten wollen. Doch die Corona-Pandemie machte auch der Verwertungsgesellschaft und ihren Mitgliedern einen Strich durch die Rechnung. Inzwischen steht nun fest, dass die GEMA für das laufende Jahr eine rein virtuelle Versammlung plant, an gleich drei Tagen vom 29. September bis 1. Oktober 2020.

Dann sollen "die Mitglieder per Live-Stream, Live-Diskussion und Live-Voting an den Sitzungen und Abstimmungen teilnehmen" können, heißt es aus München. Aufsichtsrat und Vorstand hätten in den vergangenen Wochen "sorgfältig Alternativen geprüft", nun folge man mit der virtuellen Durchführung "dem Beispiel vieler anderer Organisationen".

Die GEMA profitiert dabei von den bereits in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungen. So können Mitglieder der Verwertungsgesellschaft bereits seit 2017 und entsprechend den Vorgaben des Verwertungsgesellschaftengesetzes online per Stream an den Versammlungen teilnehmen und ihre Stimme über ein sogenanntes E-Voting abgeben.

Allerdings fällt das Rahmenprogramm der Mitgliederversammlung im Zuge der Corona-Krise schmaler aus als gewohnt: Das Mitgliederfest entfällt, die Verleihung von Fred Jay Preis und Radiokulturpreis werden verschoben. Nachholtermine für die Preisverleihungen sollen im Sommer folgen.

Ende Mai hatte der Vorstandsvorsitzende Harald Heker bereits die GEMA-Bilanz für 2019 präsentiert. Bei Erträgen, die im Vorjahresvergleich um 50,2 Millionen Euro auf 1,069 Milliarden Euro wuchsen, lag die Verwertungsgesellschaft nach 2016, 2017 und 2018 im vierten Jahr in Folge über der Milliardenmarke.