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Grütters sagt Ausfallhonorare zu

Kulturstaatsministerin Monika Grütters gibt den vom Bund geförderteten Kulturinstitutionen grünes Licht für die Zahlung von Ausfallhonoraren an Künstler von bis zu 60 Prozent der eigentlichen Gage für wegen der Corona-Krise abgesagte Auftritte.

29.04.2020 17:38 • von Frank Medwedeff
Hofft, dass die Bundesländer in Sachen Ausfallhonorarregelung nachziehen: Monika Grütters (Bild: Elke A. Jung-Wolff)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters ermöglicht es ab sofort Kulturinstitutionen, Honorare an Künstlerinnen und Künstler für Engagements zu zahlen, die wegen der Corona-Krise abgesagt wurden. Die Regelung gilt demnach für Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden. Diese können nun Ausfallhonorare von bis zu 60 Prozent der eigentlichen Gage zahlen.

Grütters erläutert: "Viele Künstlerinnen und Künstler hatten durch Honorare ein regelmäßiges Einkommen, das jetzt weggebrochen ist. Dadurch hat sich eine teilweise existentielle Notlage ergeben. Mir ist es ein Herzensanliegen, dass wir hier helfen und dafür alle Möglichkeiten ausschöpfen. Deshalb danke ich dem Bundesfinanzminister für seine Unterstützung für die nun gefundene Lösung. Jetzt ist es wichtig, dass alle Bundesländer ähnlich verfahren und es den von ihnen geförderten Kulturinstitutionen ebenfalls ermöglichen, Ausfallhonorare zu zahlen. Im Interesse der Künstlerinnen und Künstler brauchen wir eine möglichst einheitliche Regelung bei Bund, Ländern und Kommunen."

Die Regelung besagt, dass ausgefallene Engagements von freiberuflichen Künstlerinnen und Künstlern auch dann vergütet werden können, wenn es keine entsprechende vertragliche Regelung über Ausfallhonorare gebe. Voraussetzung sei, dass das Engagement bis zum Stichtag 15. März 2020 vereinbart wurde. Wenn für die Veranstaltung eine Gage unter 1000 Euro vorgesehen war, kann demnach ein Ausfallhonorar von bis zu 60 Prozent des Nettoentgelts "zuwendungsrechtlich anerkannt werden". Bei Gagen über 1000 Euro können die Künstlerinnen und Künstler maximal 40 Prozent des Nettoentgelts erhalten. Die Obergrenze des Ausfallhonorars liegt bei 2500 Euro.