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GEMA sieht große Solidarität zum Welttag des geistigen Eigentums

In der Corona-Krise schafft es der Welttag des geistigen Eigentums am 26. April in diesem Jahr nur bedingt, die Interessen der Kreativen in den Fokus zu rücken. Bei der GEMA aber nutzten Harald Heker und Ralf Weigand die Gelegenheit, für die Umsetzung der Urheberrechtsrichtline und die Wertschätzung kultureller Leistungen zu werben.

27.04.2020 13:21 • von
Hofft auf eine nachhaltige Stärkung des "wertvollen europäischen Konzepts des Urheberrechts": Ralf Weigand, hier auf der Mitgliederversammlung der GEMA 2018 (Bild: Sebastian Linder)

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise schafft es der Welttag des geistigen Eigentums oder World Intellectual Property Day am 26. April 2020 in diesem Jahr nur bedingt, die Interessen der Kreativen in den Fokus zu rücken. Bei der GEMA aber nutzten der Vorstandsvorsitzende Harald Heker und der Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Weigand dennoch die Gelegenheit, für eine angemessene Vergütung, die Umsetzung der Urheberrechtsrichtline und die Wertschätzung kultureller Leistungen zu werben.

"Vom digitalen Wohnzimmerkonzert über die live gestreamte Opernaufführung bis hin zum virtuellen Festival - die Musikschaffenden haben in den letzten Wochen großes Improvisationstalent bewiesen und viel Zuspruch und Unterstützung in der Gesellschaft erfahren", hat Harald Heker beobachtet. "Allerdings zeigt sich gerade jetzt wie unter einem Brennglas, woran es im Internet weiterhin mangelt: Für kreative Leistungen eine angemessene Vergütung zu erhalten." Konkrete Lösungsansätze würden mit der 2019 verabschiedeten EU-Urheberrechtsrichtlinie auf dem Tisch liegen, weiß Heker, und fordert: "Sie müssen von der Politik noch in dieser Legislaturperiode in deutsches Recht umgesetzt werden."

Auch für Ralf Weigand wird im Lockdown "drastisch klar, wie abhängig wir als kulturelle Wesen von Musik, Literatur, bildender Kunst oder Filmen sind, und wieviel Kraft und Inspiration wir daraus schöpfen". Kulturschaffende würden "momentan durchaus auch beachtliche Solidarität aus der Gesellschaft erfahren: "Als Komponist hoffe ich sehr, dass diese Wertschätzung kultureller Leistungen gerade im Hinblick auf eine nachhaltige, 'grüne' Zukunft über die Krise hinaus erhalten bleibt. Denn was könnte die Kunst nachhaltiger stärken und absichern als unser wertvolles europäisches Konzept des Urheberrechts."

Die GEMA hat die Statements der Spitzenkräfte Heker und Weigand unter anderem via Facebook verbreitet.