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BDKV und Veranstalter bitten die Länder um Klarheit

In einer Stellungnahme auf die Pressekonferenz der Bundeskanzlerin, in der sie die Verlängerung der Livebeschränkungen bis Ende August bekanntgab, betont der BDKV, dass Veranstalter Klarheit bräuchten, was die Bundesländer als Großveranstaltungen definieren.

20.04.2020 09:36 • von Dietmar Schwenger
Verlangt Planungssicherheit: BDKV-Präsident Jens Michow (Bild: Klaus Westermann)

In einer Stellungnahme auf die Pressekonferenz der Bundeskanzlerin, in der sie die Verlängerung der Livebeschränkungen bis Ende August bekanntgab, betont der BDKV, dass Veranstalter Klarheit bräuchten, was die Bundesländer als Großveranstaltungen definieren. Man habe volles Verstädnis für die Absagen aller großen Sommerfestivals und der anderen Veranstaltungen, "denn die Gesundheit der Veranstaltungsbesucher und die Schutzmaßnahmen vor dem Virus stehen auch für die Veranstalter an allererster Stelle."

"Wir haben nur ein erhebliches Problem damit, dass bisher nur in Ausnahmefällen wirklich klar ist, was seitens der Bundesländer als Großveranstaltung betrachtet wird", betont Jens Michow, geschäftsführender BDKV-Präsident. "Und vor allem die Frage, welche Hygienevorschriften von den Veranstaltern beachtet werden müssen, muss uns bitte umgehend beantwortet werden."

Leider hätten aber bereits einige Länder mitgeteilt, dass für die Klärung dieser Fragen noch Zeit benötigt werde. "Das bringt Veranstalter in erhebliche Schwierigkeiten. Es geht ja derzeit nicht um die Planung neuer Konzerte. Wir müssen aber dringend erfahren, welche der vielen kleineren Veranstaltungen, die für die kommenden Monate bereits seit langem geplant sind, stattfinden dürfen, und welche Hygiene-Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen", so Michow weiter.

Es sei vor allem auch den vielen Karteninhabern, die zumeist bereits vor vielen Monaten Karten gekauft hätten, nicht zuzumuten, erst kurz vor dem Veranstaltungstermin zu erfahren, ob eine Veranstaltung nun stattfindet oder nicht. Das gelte insbesondere auch für die Künstler. "Ich betone nochmals: Es mangelt uns keineswegs an dem Verständnis für die Notwendigkeit der Absage von Veranstaltungen. Aber wir bitten um Verständnis, dass wir Veranstaltungen nur absagen können, wenn es in jeder Beziehung klare und eindeutige behördliche Anordnungen gibt", unterstreicht Michow.

Ob eine Veranstaltung abgesagt werden muss oder nicht, werde auch davon abhängen, welche konkreten Hygiene- und vor allem Abstandsvorschriften eingehalten werden müssten. "Wenn eine Veranstaltung für 1000 Personen in einer entsprechenden Halle konzipiert wurde, wird deren Durchführbarkeit letztlich davon abhängen, welche Distanzvorschriften und sonstigen Voraussetzungen einzuhalten sind. Wir bitten daher wirklich alle Landesministerinnen und Minister nachdrücklich darum, uns umgehend klare Vorgaben zu machen. Nur so wird es möglich sein, weitere Schäden auf Seiten aller Veranstaltungsbeteiligten zu vermeiden."