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Clubverstärker und #kulturretter verteilen Spenden

In Bremen hat der Verein Clubverstärker schon die ersten 25.000 Euro aus dem Fonds der Spendenplattform Clubverstärker United für durch die Corona-Krise bedrohte Clubs in Bremen und Umgebung ausgeschüttet. Und 27.000 Euro an Spenden gesammelt hat die von Organisatoren aus München und Kassel getragene Initiative #kulturretter.

01.04.2020 09:15 • von Frank Medwedeff
Dessen Erwerb unterstützt die Bremer Clubszene: das "Soli-T-Shirt" mit der Message "Eine Hand wäscht die andere" (Bild: Clubverstärker)

Am 19. März 2020 hat der Bremer Verein Clubverstärker die Spendenplattform Clubverstärker United zum Erhalt der durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedrohten Musikspielstätten in und um Bremen online an den Start gebracht. Hier kann man "fiktiv von der Garderobe über die Abendkasse bis zum Solischnaps" für die lokale Club- und Kulturszene spenden. Zudem liegen demnach bereits 400 Bestellungen für die Soli-T-Shirts mit dem Schriftzug "Eine Hand wäscht die andere - Support Your Local Ausgehkultur" vor, die in der kommenden Woche in Kooperation mit dem Bremer Unternehmen fairtragen produziert und ausgeliefert werden sollen.

Das Clubverstärker-Team habe nun die ersten 25.000 Euro Soforthilfe an zehn "akut gefährdete Spielstätten" ausgeschüttet, die bisher noch nicht auf Soforthilfen von Land und Bund zugreifen können. "Hiermit trägt das Bremer Publikum durch seine Spenden direkt zum Erhalt der Spielstätten bei", wie es aus der Hansestadt heißt.

Die Unterhaltungsreederei Rauecker/Schröder aus München und die tickettoaster GmbH aus Kassel haben gemeinsam die Initiative #kulturretter ins Leben gerufen, die Live-Streams ins Netz stellt und zu Spenden aufruft, die "Künstlern, Venues und Gewerken" zur Eindämmung ihrer Verluste in der Corona-Krise zugute kommen. Durch die seit letzter Woche durchgeführten Streams seien bereits etwas mehr als 27.000 Euro in den #kulturretter-Soforthilfe-Topf eingegangen.

Auch in den kommenden Wochen gelte es, "durch unser Stream-Angebot und den damit verbundenen Aufruf zur Spende beziehungsweise Kauf eines Unterstützer-Items den Spendentopf zur Unterstützung aller Künstler weiter anwachsen zu lassen, um unser Ziel der direkten finanziellen Unterstützung der Künstler und deren Umfeld zu erreichen", wie Mitinitiator Fabian Rauecker (der auch einer der Organisatoren des Münchner Festivals Manic Street Parade ist) und seine Partner mitteilen.

Dabei stehen in den nächsten Tagen diverse Live-Streams unter dem Motto #kulturretter an. So liest der Schauspieler Matthias Ransberger bis einschließlich 2. April täglich jeweils ab 16 Uhr aus dem Kinderbuch "Pirat oder Seeräuber sterben nie" vor.

Am 1. April liefert der Rapper, Produzent und Buchautor David Mayonga alias Roger Rekless um 20.15 Uhr Musik und Texte. Am gleichen Abend gbt der "Bayern-Rap-Papa" Monaco F mit Band ein Online-Konzert und stellt dabei sein neues Album "Bierbankphilosoph" vor.

Das HipHop-Duo Liquid & Maniac ist am 2. April um 20.15 Uhr mit einer einstündigen Live-Session zu bewundern, und sie übergeben das Mikrofon anschließend virtuell an den Oberfälzer Rap-Kollegen BBou.

Am 3. April will herrH um 15 Uhr mit seinem "Online-Mitmach-Konzert" vor allem Kinder glücklich machen. Ab 20.15 Uhr sind dann mit Mykket Morton, Fullax & MOA die "Kassel Allstars" dran.

Am 4. April läuft um 20.15 Uhr auf den #kulturretter-Kanälen der Film "Grande Finale", eine Aufzeichnung des Abschlusskonzerts der "Süden"-Tournee von Werner Schmidbauer, Pippo Pollina und Martin Kälberer in der Arena di Verona aus dem Jahr 2013.

Am 5. April liefert Fenzl, der mit der Band Django 3000 als "Kontrabass-Artist" bekannt gewordene Musiker, ab 20.15 Uhr eine Solo-Session im Rahmen der #kulturretter-Internet-Konzerte.