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Universal Music schließt Tencent-Deal ab

Trotz der Corona-Pandemie haben Universal Music und Tencent die Transaktion abgeschlossen, bei der der Universal-Mutterkonzern Vivendi wie 2019 angekündigt zehn Prozent des Weltmarktführers an ein von Tencent geführtes Konsortium verkauft.

31.03.2020 12:05 • von Dietmar Schwenger
Will mit Universal Music bis spätestens 2023 an die Börse: CEO Lucian Grainge (Bild: Universal Music)

Trotz der Corona-Pandemie haben Universal Music und Tencent die Transaktion abgeschlossen, bei der der Universal-Mutterkonzern Vivendii wie 2019 angekündigt zehn Prozent des Weltmarktführers aus dem Geschäft mit Recorded Music an ein von Tencent geführtes Konsortium verkauft.

Die Vereinbarung bewertet Universal Music mit 30 Milliarden Euro, sodass der nun übernommene Anteil etwa drei Milliarden Euro ausmacht. Das Konsortium wird von Tencent Holdings angeführt und umfasst neben Tencent Music Entertainment weitere, nicht genannte Finanzinvestoren. Dieser Zusammenschluss hat die Option, auf Basis der Bewertung des Gesamtkonzern auf besagte 30 Milliarden Euro weitere zehn Prozent bis zum 15. Januar 2021 zu erwerben.

Man freue sich sehr über den Abschluss mit Tencent, lässt Vivendi wissen. "Das ermöglicht uns, den asiatischen Markt noch stärker zu bearbeiten. Nach dieser bedeutsamen strategischen Operation verfolgt Vivendi nun den möglichen Verkauf von weiteren Minderheitsanteiilen von Universal Music, mit der Unterstützung einiger Banken, die wir damit beauftragt haben", heißt es in einem Statement.

Ein Börsengang des Musikmajors sei darüber hinaus spätestens bis Anfang 2023 geplant. Bis dahin wolle man die über die Transaktionen erlösten Gelder auch für verschiedene Akquisitionen nutzen.