Livebiz

DEAG will Veranstaltungen bis auf Weiteres durchführen

In der aktuellen Corona-Krise sorgt Gesundheitsminister Jens Spahn für zusätzliche Verunsicherung. Am Nachmittag des 8. März "ermunterte" der Politiker via Twitter, "Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen". Eine eindeutige Anweisung des Gesetzgebers dürfte indes anders aussehen. Entsprechend fällt auch eine erste Reaktion der DEAG aus.

09.03.2020 10:28 • von
Handreichung übers Netzwerk: Gesundheitsminister Jens Spahn "ermuntert" Veranstalter, Events mit mehr als 1000 Teilnehmern "bis auf Weiteres" abzusagen. (Bild: twitter.com/jensspahn, Screenshot)

In der aktuellen Corona-Krise sorgt Gesundheitsminister Jens Spahn für zusätzliche Verunsicherung. Am Nachmittag des 8. März 2020 "ermunterte" der Politiker in einer Reihe von Mitteilungen via Twitter "nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen" immerhin "ausdrücklich" dazu, "Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf Weiteres abzusagen".

Er sei sich bewusst, "welche Folgen das für Bürgerinnen und Bürger oder Veranstalter hat", ergänzte Spahn in einer weiteren Botschaft. "Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen." Klar sei hingegen, dass die Gesundheit vorgehe.

Eine eindeutige Handlungsanweisung des Gesetzgebers zum Thema Coronavirus Covid - 19 und dem Umgang mit der aktuellen Entwicklung dürfte indes anders aussehen. Entsprechend fällt auch eine erste Reaktion der DEAG auf die "aktuelle Empfehlung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, wonach Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abgesagt werden sollen", aus.

So würden der "Vorstand der DEAG und die Verantwortlichen der einzelnen Konzerngesellschaften" die "aktuellen Entwicklungen und deren Implikationen" intensiv analysieren, wie der Livekonzern mitteilt. Man wolle bei Veranstaltungen der Konzerngesellschaften "in enger Abstimmung mit den jeweiligen Künstlern, ihren Partnern und natürlich den örtlichen Behörden eine verantwortungsvolle Analyse des jeweiligen Einzelfalls vornehmen und darauf aufbauend eine adäquate Einzelfall-Entscheidung treffen", heißt es aus Berlin. Dabei fühle man sich der Gesundheit der Kunden, "aber auch deren Begeisterung für die jeweiligen Events verpflichtet".

Die DEAG macht aber auch klar: "Die letztendliche Entscheidung über die Durchführung von Veranstaltungen sieht die DEAG dabei bei den verantwortlichen Behörden angesiedelt und respektiert die Entscheidung jedes Besuchers über die Teilnahme an Großveranstaltungen."

"Bis auf Weiteres werden deshalb alle Veranstaltungen unabhängig von der jeweiligen Teilnehmerzahl planmäßig durchgeführt", gibt der Konzern bekannt. Eventuelle Absagen von Veranstaltungen von "hoher Hand" werde man aber "selbstverständlich umgehend" umsetzen.

Bei der DEAG unterstreicht man zudem, für derartige Fälle gewappnet zu sein: "Für diesen Fall verfügt die DEAG über einen vollumfänglichen Versicherungsschutz. Von behördlicher Seite abgesagte Veranstaltungen auch aufgrund von Covid - 19 sind vollumfänglich versichert."

Darüber hinaus werde die DEAG "auf Basis der Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und in Abstimmung mit den verantwortlichen Behörden die erforderlichen Vorkehrungen für einen sicheren ordnungsgemäßen Ablauf aller Veranstaltungen treffen und umsetzen".

Text: Knut Schlinger