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Milky Chance machen sich in München für Klimapolitik stark

Am 11. Februar traf die Band Milky Chance in München auf das Bündnis "München muss handeln" und startete eine Aktion unter dem Motto "Milky Change - Die Klima-Challenge".

11.02.2020 16:45 • von Jonas Kiß
Haben sich Klimaziele auf die Fahne geschrieben (von links): Clemens Rehbein, Philipp Dausch (beide Milky Chance) und Stephanie Hirn (Koordinatorin "München muss handeln") (Bild: MusikWoche)

Am 11. Februar 2020 traf die Band Milky Chance im Münchner Café Bellevue di Monaco auf das Bündnis "München muss handeln" und startete eine Aktion unter dem Motto "Milky Change - Die Klima-Challenge".

Bei der Aktion sollen Münchner Bürger Postkarten an die politisch Verantwortlichen der Stadt schreiben und ihre Wünsche äußern, welche Maßnahmen der künftige Oberbürgermeister nach der Kommunalwahl am 15. März schnellstmöglich umsetzen soll. Die ausgefüllten Karten übergibt "München muss handeln" anschließend an die Kandidierenden.

Bei den Maßnahmen geht es darum, wie jeder Einzelne sein Leben nachhaltiger gestalten kann, indem man sich zum Beispiel vegan oder vegetarisch ernährt, vom Auto aufs Fahrrad umsteigt oder zertifizierten Ökostrom bezieht.

Clemens Rehbein und Philipp Dausch von Milky Chance setzen sich bereits in ihrem Bandalltag für Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz ein. Im Café Bellevue di Monaco berichteten sie, was das konkret für sie bedeutet. Zwar könnten sie "am jetzigen Stand ihrer Karriere" nicht auf Langstreckenflüge verzichten, vermeiden dafür aber Inlandsflüge - soweit es geht. Zudem achten Rehbein und Dausch darauf, ihre Merchandise- und Fanartikel nachhaltiger zu gestalten. Dafür haben sie zum Beispiel ein Second-Hand-Merchandise ausprobiert und verzichten komplett darauf, Fanprodukte im Onlineshop zu verkaufen.

Das Wichtigste sei aber, ein Bewusstsein für ökologischere Lösungen zu schaffen. So wollen Milky Chance Veranstalter und Venues dazu bewegen, Plastikflaschen zu vermeiden, und ermutigen auch andere Bands, die Spielstätten dazu aufzufordern.

2019 traten Milky Chance auch bei eingen Demonstrationen der Bewegung Fridays For Future auf. "Wir haben noch nie politische Lieder geschrieben", stellte Clemens Rehbein fest. Philipp Dausch fügte jedoch hinzu: "Ich glaube an die politische Kraft der Musik."

In einem Punkt war sich die Runde am Ende einig: Selbst wenn jeder Einzelne sich bemühe, ökologischer zu handeln, müssen die politisch Verantwortlichen letzlich auch Regeln für mehr Nachhaltigkeit durchsetzen, damit die großen Klimaziele erreicht werden können.

"München muss handeln" ist ein zivilgesellschaftliche Zusammenschluss von inzwischen fast 500 Münchner Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen. Die Initiative steht hinter den 32 Forderungen, die von Fridays For Future München gemeinsam mit den Scientists For Future entwickelt wurden. Auch Münchner Spielstätten wie das Backstage oder Import Export gehören dem Bündnis an.

Milky Chance sind derzeit mit ihrem aktuellen Album, "Mind The Moon", das 2019 beim Universal-Music-Label Vertigo Berlin erschien, auf Welttournee. In München spielen sie am Abend des 11. Februar im Zenith.