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VERSO-Songwriter wollen Streaminggelder gerechter verteilen

Mehr Rückenwind für die Sache der Kreativschaffenden: Nun melden sich auch die unter dem Namen VERSO - Vereinigung Songwriter zusammengeschlossenen Autoren in der "Fair Share"-Diskussion um eine angemessenere Beteiligung bei der Verteilung von Streamingerlösen zu Wort.

10.02.2020 13:07 • von
Fungiert als VERSO-Vorsitzender: Alexander Zuckowski (Bild: Zuckowski)

Mehr Rückenwind für die Sache der Kreativschaffenden: Nun melden sich auch die unter dem Namen VERSO - Vereinigung Songwriter zusammengeschlossenen Autoren in der "Fair Share"-Diskussion um eine angemessenere Beteiligung bei der Verteilung von Streamingerlösen zu Wort.

"Im Rahmen der Diskussion um 'Fair Share' schließt sich auch VERSO, die Interessenvertretung vieler namhafter Songwriter im Rock-, Pop-, Urban- und Schlager-Bereich, dem Appell für eine gerechtere Verteilung der Erlöse aus dem Musikstreaming an", heißt es in einem Statement aus Berlin. "Bereits in der Vergangenheit wurde die unfaire Verteilung aus dem Streaming auf vielen Sitzungen und im Dialog mit der Musikindustrie thematisiert und wird von VERSO nun auch in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Songwriter-Vereinigungen auf internationaler Ebene angegangen." Besonders die Unterstützung der Urheber im Rahmen der "Fair Share"-Initiative aus Reihen der Künstler sei hierbei hervorzuheben. "Auch die Forderungen nach einer Umstellung auf einen User-zentrierten Algorithmus (UCPS) und eine bessere Entlohnung des Nachwuchses unterstützt VERSO uneingeschränkt, damit die Vielfalt in der Musiklandschaft auch für die Zukunft gesichert ist."

Bislang trat die VERSO - Vereinigung Songwriter öffentlich kaum in Erscheinung. Auf ihren Onlineseiten bezeichnet sich die Gruppierung als "eine Fachgruppe im Deutschen Komponistenverband (DKV)".

Vertreten wird VERSO durch den Vorsitzenden Alexander Zuckowski, der als Autor unter anderem für Künstler wie Roger Cicero, Christina Stürmer, Santiano, Udo Lindenberg, Sarah Connor, Adel Tawil oder Ina Müller arbeitete. Als dessen Stellvertreter fungiert David Jürgens, die weiteren Mitglieder der Fachgruppenleitung stellen Alex Freund, Christian Neander, Karlie Apriori, Linda Stark, Martin Fliegenschmidt, Michelle Leonard, Tom Deininger und Simon Triebel.

Kürzlich hatte zunächst die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" von einem "Aufstand der Stars" und einem Schreiben von Managements und Anwälten prominenter Stars an ihre Partner bei den großen Musikunternehmen berichtet, es folgte eine offizielle Erklärung unter dem Motto "Fair Share" der von Gaby Allendorf als Sprecherin vertretenen Interessensinitiative zur Ermittlung von Streamingerlösen. Auch der IMUC-Berufsverband der Künstlermanager und Berater mahnte angesichts einbrechender Erlöse dringenden Handlungsbedarf an und forderte vor allem Transparenz in Abrechnungsdingen. Zuletzt machte sich auch der Deutsche Musikverleger-Verband (DMV) für die Forderung der Urheber nach einer angemessen Beteiligung an den Einnahmen aus Streamingdiensten stark.

Text: Knut Schlinger