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Unternehmen

Warner Music schließt das Jahr mit operativen Zuwächsen ab

Die Warner Music Group legte am 27. November ihre Bilanz fürs abgelaufene Fiskaljahr vor. Während der Musikkonzern seine Umsätze und Vorsteuergewinne prozentual zweistellig steigern konnte, lag das Nettoergebnis unter dem durch Spotify-Anteilsverkäufe angeschobenen Vorjahreswert. Im Vergleich zum Vorvorjahr ging es aber auch hier bergauf.

27.11.2019 15:48 • von
Sieht im Musikmarkt auch fürs Jahr 2020 und darüber hinaus wieder eine Vielzahl an Wachstumschancen: CEO Stephen "Steve" Cooper (Bild: Warner Music Group)

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Die Warner Music Group legte am 27. November 2019 in New York ihre Bilanz fürs abgelaufene Fiskaljahr vor - gut drei Wochen früher als noch 2018. Bei Warner Music arbeite man leidenschaftlich und unermüdlich daran, den Recording-Künstlern und Songwritern des Unternehmens eine langfristige und globale Karriere zu ermöglichen, sagte CEO Steve Cooper bei der Präsentation des Zahlenwerks: "Deren Talent sowie unsere Fokussierung und unser Engagement sorgten für ein ausgezeichnetes Geschäftsjahr, und wir sind begeistert von der Vielzahl an Wachstumschancen, die sich auch fürs Jahr 2020 und darüber hinaus wieder bieten."

Nachdem die Warner Music Group im vorherigen Fiskaljahr erstmals in ihrer bis dahin 15 Jahre währenden Geschichte als eigenständiges Unternehmen die Umsatzmarke von vier Milliarden Dollar durchbrochen hatte, bedeuten die nun erzielten Einnahmen in Höhe von 4,475 Milliarden Dollar ein Umsatzplus von 11,7 Prozent. Rechnet man Wechselkurseffekte heraus, lag das Umsatzplus gar bei 14,7 Prozent.

Die operativen Gewinne sprangen im Fiskaljahr von 217 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum um 64 Prozent auf 356 Millionen Dollar, und auch das OIBDA-Vorsteuerergebnis wuchs von 478 Millionen Dollar um 31 Prozent auf nunmehr 625 Millionen Dollar.

Das Nettoergebnis lag indes unter dem Vorjahreswert. Nach 312 Millionen Dollar vor Jahresfrist stehen diesmal unterm Strich 258 Millionen Dollar. Das sind im Vergleich rund 54 Millionen Dollar oder rund 17 Prozent weniger. Allerdings wurde die Bilanz im Vorjahr durch die Spotify-Anteilsverkäufe im damaligen dritten Fiskalquartal massiv angeschobenen, die dem Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag in die Kassen spülte.

Vergleicht man deshalb also das aktuelle Nettoergebnis mit dem des Vorvorjahres, so sieht die Tendenz gleich viel freundlicher aus: Schließlich erzielte der Musikkonzern in den zwölf Monaten bis Ende September 2017 noch ein Net Income von 149 Millionen Dollar - rund 110 Millionen weniger als nun 24 Monate später.

Im Bereich Recorded Music wies Warner Music für die zwölf Monate bis Ende September 2019 bei Einnahmen von 3,840 Milliarden Dollar ein Plus 14 Prozent aus. Das operative Ergebnis der Plattenfirmensparte wuchs von den 307 Millionen Dollar aus dem Vorjahr um 43 Prozent auf 439 Millionen Dollar. Die Umsätze des Verlagsarms Warner Chappell Music gingen im Geschäftsjahr allerdings um zwei Prozent auf 643 Millionen Dollar zurück, die operativen Erträge der Publishing-Sparte kletterten indes um rund zehn Prozent auf 92 Millionen Dollar.

Text: Knut Schlinger