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Bund fördert offenbar Applaus, Pop-Kultur und c/o pop weiter

In seiner Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss des Bundestags in der Nacht auf den 15. November den Bundesetat für 2020 beschlossen. Nach Informationen des Grünen-Politikers Erhard Grundl sollen auch Mittel für die Initiative Musik und den Applaus sowie für Pop-Kultur in Berlin und c/o pop in Köln genehmigt sein.

15.11.2019 12:03 • von
Wertet die nun offenbar doch noch beschlossenen Fördergelder für Pop-Kultur und c-o pop als "Grüne Erfolge im Kulturhaushalt": Erhard Grundl (Bild: Stefan Kaminski)

In der sogenannten Bereinigungssitzung hat der Haushaltsausschuss des Bundestags in der Nacht auf den 15. November den Bundesetat für 2020 in einer überarbeiteten Fassung beschlossen. Zwar lag die Drucksache dazu am späten Vormittag noch nicht vor, doch nach Informationen des Grünen-Politikers Erhard Grundl sollen auch Mittel für die Initiative Musik und den Applaus-Spielstättenpreis sowie für die Festivals Pop-Kultur in Berlin und c/o pop in Köln genehmigt sein.

Der Bundestagsabgeordnete Erhard Grundl, der für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grüne als Sprecher für Kulturpolitik fungiert, darüber hinaus aber auch über langjährige Erfahrungen aus dem Musikgeschäft verfügt, wertet den Beschluss als großen Erfolg, da "viele Themen unserer Kulturanträge von den Regierungsfraktionen aufgegriffen" worden seien:

"So kann sich die Initiative Musik über eine Erhöhung der Förderung freuen", bilanziert Grundl. Auch Kürzungen beim Applaus seien rückgängig gemacht worden, wie zuvor von den Grünen gefordert. "Das freut mich besonders, weil dieser Spielstättenpreis niedrigschwellig direkt an der Verbesserung der Infrastruktur der Clubs ansetzt", lässt Grundl per Rundmail wissen, und ergänzt:

"Auch die Streichung der Mittel bei den innovativen Festivals, dem Pop-Kultur in Berlin und dem c/o-Pop in Köln, sind endlich vom Tisch."

Details zu den jeweils genehmigten Fördermitteln stehen indes noch aus.

Davon unbenommen kritisiert Grundl den Etat von Kulturstaatsministerin Monika Grütters aber als "eine Black-Box, der es an Transparenz und Nachvollziehbarkeit fehlt".

Text: Knut Schlinger