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Erste Acts fürs Elbjazz-Jubiläum

Am 5. und 6. Juni 2020 steigt in Hamburg rund um den Hafen die zehnte Ausgabe des Elbjazz Festivals. Als erste Live-Acts stehen unter anderem Archie Shepp, das Moka Efti Orchestra und Moop Mama fest.

24.10.2019 16:44 • von Frank Medwedeff
Gibt sich die Ehre bei Elbjazz Nummer zehn: Archie Shepp (Bild: Jan Kricke)

Am 5. und 6. Juni 2020 steigt in Hamburg rund um den Hafen die zehnte Ausgabe des Elbjazz Festivals. Für das Jubiläum stehen nun die ersten Live-Acts fest.

Mit Archie Shepp kündigt Elbjazz "eine der einflussreichsten Legenden der Jazz-Geschichte" an. Der heute 82-jährige Musiker teilte die Bühne unter anderem mit John Coltrane und Don Cherry und prägte sowohl die Jazztradition als auch die Free-Jazz-Ära, fungierte zudem als soziales und politisches Sprachrohr der schwarzen Musiker in den USA. "Wir sind stolz, dass der US-Saxophonist mit seinem Quartett beim Elbjazz eines seiner raren Europakonzerte bestreiten wird", verlautet das von Alexander Schulz, Folkert Koopmans und Karsten Jahnke geleitete Elbjazz-Team.

Das aus der Fernsehserie "Babylon Berlin" bekannte Moka Efti Orchestra soll für eine "rauschende Berliner Swing-Party, ganz im Stile der 20er-Jahre" sorgen. Brass-Band-Sound und Rap verquicken hingegen Moop Mama, die das Elbjazz vor einigen Jahren noch als Geheimtipp auf einem Schiff präsentiert hatte.

Gebucht sind zudem bereits 5K HD aus Österreich und mit dem Seed Ensemble und Oscar Jerome Acts aus der Londoner Jazz-Szene, die Afro-Jazz, Soul und Funk in den Hamburger Hafen bringen sollen.

Aus den USA reisen die Band Dinosaur um Trompeterin Laura Jurd, die rockigen Jazz ohne Gitarre darbietet, und der 18-jährige Shootingstar Matthew Whitaker mit seinem Quartett an.

Michelle David & The Gospel Sessions vermengen Gospel mit Elementen aus Blues, Soul Afrobeat und Jazz. Eine "Freak-Show zwischen dem Erbe von Sun Ra, Disco Dancefloor und Weltraumerlebnis" versprechen die Elbjazz-Veranstalter mit dem Golden Dawn Arkestra.

Für das Elbjazz 2019 wurden 20.000 Ein- und Zwei-Tages-Tickets verkauft. An beiden Tagen besuchten jeweils 15.000 Menschen das Festival. Über 50 Konzerte auf acht verschiedenen Bühnen standen bei der neunten Ausgabe auf der Agenda.