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Festivalwochenende: HipHop, Reggae und ein Kosmonaut

70.000 Besucher kamen zur zweiten deutschen Ausgabe des Wireless-Festivals in Frankfurt. Zudem fanden unter anderem Ruhr in Love, das Summerjam und das Kosmonaut Festival statt. International zog es die Fans etwa zum Exit und nach Roskilde.

08.07.2019 13:16 • von Dietmar Schwenger
Überraschte mit Scooter als "geheimen Headliner": das Kosmonaut Festival (Bild: Ernesto Uhlmann)

Knapp 70.000 Besucher kamen am 5. und 6. Juli 2019 zur zweiten deutschen Ausgabe des Wireless-Festivals im Rebstockpark in Frankfurt. Live Nation Germany hatte dafür unter anderem Cardi B, Rita Ora, Travis Scott, J Balvin, Casper, Marteria, Bonez MC und RAF Camora, James Blake, G-Eazy und Bausa verpflichtet.

Am 6. Juli tanzten 36.000 Elektronikfans beim 17. Ruhr in Love im Olga-Park in Oberhausen-Osterfeld. Das sind 1000 weniger als im Vorjahr. Veranstalter I-Motion hatte 400 DJs und Live-Acts engagiert - darunter Will Sparks, Sam Feldt, Moguai und Pappenheimer. Nach 22 Uhr ging es bei rund 20 Afterparties weiter. "Ruhr in Love verlief reibungslos und ohne nennenswerte Zwischenfälle", lässt das jüngst von der DEAG übernommene Unternehmen wissen.

Ebenfalls elektronisch ging es beim 18. Greenfields Open Air in München zu. Hier stand wieder Stamm-DJ Sven Väth auf der Bühne auf dem Gelände in München Riem. Gebucht hatte World League auch DJ Hell, Richie Hawtin, Loco Dice, Pan-Pot, Nina Kraviz und die Adana Twins.

Bei strahlendem Sonnenschein feierten vom 5. bis 7. Juli 28.000 Zuschauer am Fühlinger See in Köln das 34. Summerjam Festival, für das Contour Music unter anderem Buju Banton, Wizkid, Bonez MC & Raf Camora, Cypress Hill und die Orsons in die Domstadt geholt hatte. Der Sonntagabend endete mit einem Auftritt der Reggae-Legende Jimmy Cliff. Als Partner war wieder der WDR-"Rockpalast" vor Ort.

15.000 Zuschauer zog das Kosmonaut Festival am Stausee Rabenstein in Chemnitz an, bei dem am 5. und 6. Juli bei bestem Festivalwetter unter anderem Scooter als geheimer Headliner auftraten. Ebenfalls standen K.I.Z., Bosse, Von wegen Lisbeth, Parcels, Giant Rooks, Kitschkrieg, die Leoniden, Nura und die Nerven auf der Bühne. Als Veranstalter fungiert Rakete Mit K GmbH von Beat Gottwald, Felix Hansen, Christopher Möller und Thomas Resch.

Am 6. Juli fand auf dem Flugplatz Giebelstadt die dritte Auflage des Mission Ready Festivals statt, das sich den Musikstilen Punkrock, Hardcore und Ska verschrieben hat. Die Veranstalter begrüßten 5000 Fans aus dem ganzen Bundesgebiet und Österreich sowie kleinere Reisegruppen aus England und sogar Norwegen. Zu den 15 Bands auf zwei Bühnen zählten unter anderem The Mighty Mighty Bosstones.

Nach Abschluss der Konzerte gegen 1 Uhr nachts hatten die Veranstalter eine Unwetterwarnung erhalten, das Unwetter zog größtenteils jedoch am Campinggelände vorbei, so dass lediglich starke Regenschauer niedergingen. Vorsorglich bereitete die Veranstaltungsleitung alle Maßnahmen vor, um dem Wetter zu trotzen und die Sicherheit der Camper zu gewährleisten.

"Wir freuen uns über ein sehr gelungenes Festival, das von den Besuchern mit viel positivem Feedback honoriert wird", sagt Wolfgang Thiel, von den veranstaltenden Agenturen c.o.p-concerts, Manfred Hertlein Veranstaltungen und Navigator Productions. "Wir konnten in diesem Jahr die Infrastruktur für die Besucher unseres Festivals auf ein neues Level heben und auch unser Sicherheitskonzept hat mit dem Blick auf das drohende Wetterszenario hervorragend gegriffen."

5000 Besucher kamen auch zum Sommer Open Air in den Helvetia Parc in Groß-Gerau bei Frankfurt, wo Glasperlenspiel, Kay One, Pietro Lombardi, Luca Hänni, Mike Singer, Vincent Gross, Feuerherz und Moritz Garth spielten. Das Event findet jedes Jahr zugunsten des Vereins Bundesverband Kinderhospiz statt, der auch zugleich Veranstalter des Festivals ist.

Vom 4. bis zum 7. Juli ging das 29. Rudolstadt Festival in der gleichnamigen Stadt in Thüringen über die Bühne. wieder das Mekka für Fans von Weltmusik. Die 25.000 Dauerkarten für die vier Tage des Festivals für Roots, Folk und Weltmusik waren ausverkauft, hinzu kamen die Tagesbesucher. Den besucherstärksten Tag verzeichneten die Veranstalter von der Stadt Rudolstadt am Samstag mit 34.000 Besuchern. Mehr als 130 Bands und Solisten aus 55 Ländern bespielten rund 30 Bühnen in der ganzen Stadt.

"Der starke Zuspruch freut uns nicht nur für das Festival, sondern besonders auch für die iranischen Künstler", sagt Programmdirektor Bernhard Hanneken, der einige Acts aus dem Iran gebucht hatte. "Auch wenn der Iran immer wieder für neue Schlagzeilen sorgt - im Grunde wissen wir sehr wenig über das Leben der Menschen. Das Festival konnte hier hoffentlich einen Beitrag zu persönlicher Begegnung leisten."

In Stuttgart begann derweil am 4. Juli die jazzopen. Bislang spielten dort unter anderem Dee Dee Bridgwater, Bill Evans, Bobby McFerrin und Chilly Gonzales. Das von Opus veranstaltete Festival läuft noch bis zum 14. Juli.

In der Bochumer Innenstadt fand vom 4. bis 7. Juli das Gratisfestival Bochum Total statt. Zur 34. Ausgabe strömten laut Angaben des Veranstalters Cooltour knapp über 500.000 Besucher.

International zog es die Fans etwa zur 49. Ausgabe des Roskilde Festivals in die gleichnamige dänische Stadt bei Kopenhagen. Das Non-Profit-Festival war mit 80.000 verkauften Festivaltickets sowie jeweils 5000 Tagestickets für die vier Festivaltage vom 3. bis 6. Juli erneut ausverkauft. Auf dem vergrößerten Gelände spielten auf den sechs Bühnen unter anderem Bob Dylan, The Cure, Robert Plant, Cardi B, Travis Scott, Christine & And The Queens, Marina, Robyn, Mo, Jorge Ben Jor, Tears For Fears, Noel Gallagher, Johnny Marr, Underworld, Cypress Hill und der Wu Tang Clan. Das Programm hatte bereits am 30. Juni beim sogenannten Warm-up begonnen, wo auf zwei Bühnen vor allem nordische Newcomer auftraten.

The Cure waren wie bei Roskilde auch einer der Headliner beim Exit Festival im serbischen Novi Sad. Pro Tag zählten die Veranstalter dort rund 56.000 Besucher, die auf 40 Bühnen und Zonen über 1000 Acts sehen konnten - darunter Monika Kruse, Carl Cox, Paul Kalkbrenner, Dimitri Vegas & Like Mike, Tom Walker, Phil Anselmo, Greta van Fleet und The Chainsmokers.