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Charts KW 28: LX & Maxwell rappen sich auf eins

Mit ihrem Album "Obststand 2" ernten die 187-Strassenbande-Rapper LX & Maxwell die Früchte ihrer Arbeit mit der Pole Position der deutschen Longplaycharts. Sie verdrängen Rammstein auf Rang zwei. Bei den Singles bleiben Capital Bra & Samra mit "Tilidin" on top.

05.07.2019 16:28 • von Frank Medwedeff
Zusammen mit Maxwell auf dem Thron: LX, hier mit seinem Nummer 1 Award für "Obststand 2" (Bild: 187 Strassenbande)

Mit ihrem Obststand 2" ernten die Rapper LX & Maxwell in der Tat die Früchte ihrer Arbeit: Das zweite gemeinsame Duo-Album der beiden Mitglieder des Hamburger HipHop-Kollektivs 187 Strassenbande schießt direkt auf die Pole Position. Ihr erster Obststand"-Longplayer hatte 2015 Platz fünf erreicht.

LX und Maxwell verdrängen Rammstein und deren schlicht nach der Band benanntes Werk auf Position zwei. Sarah Connor behält ihren dritten Rang aus der Vorwoche mit Herz Kraft Werke". Die in der deutschen Folk- und Mittelalter-Szene etablierte Band Versengold aus Bremen platziert ihre neueste Veröffentlichung, Nordlicht", auf Anhieb auf dem vierten Platz und schiebt Sing meinen Song - Das Tauschkonzert Vol 6" an die fünfte Stelle nach hinten.

Smaragd", das neue Album von GReeeN, dem Verfecher des Rappae (als Konglomerat aus Rap und Reggae), debütiert auf Platz sechs. The Black Keys schwingen sich mit Let's Rock" von null auf sieben, während Bruce Springsteen mit Western Stars" von fünf auf acht zurückfällt. Wer lässt die Sau raus?!" heißt das neue Album von J.B.O., mit dem die Spaßmetaller aus Erlangen auf Rang neun im Charts-Geschehen ankommen. Beatrice Eglis Natürlich!", letzte Woche noch die Nummer zwei, bildet nun das Schlusslicht der Top 10.

Kylie Minogue ist auf Rang 15 nächste Neueinsteigerin mit dem Sampler Step Back In Time - The Definitive Collection". In ihrem Windschatten sichern sich der Rapper Hanybal aus Frankfurt am Main mit Fleisch" und die Südtiroler Rockband Stunde Null mit Alles voller Welt" nach der ersten Verkaufswoche ihrer Alben die Plätze 16 und 17.

Im oberen Drittel der Hitliste debütieren noch Pearl" von Heather Nova, der Sängerin und Songschreiberin von den Bermudas, auf Rang 21, Stunde Null" - nicht von der genannten Band dieses Namens, sondern von Michael Wendler - auf 23 sowie Chris Browns Indigo" (31) und Legends" von der deutschen Heavy-Metal-Combo Majesty (33).

Universal Music hat die Distributorenwertung zu den Longplaycharts mit 59,5 Prozent Marktanteil weiterhin fest im Griff. Sony Music belegt mit 13,4 Prozent Rang zwei vor Warner Music (12,1 Prozent),Believe/GoodToGo (10,2 Prozent) und Tonpool Medien (3,2 Prozent).

In den Top 100 Singles behaupten Capital Bra & Samra mit Tilidin" die Führung. Shawn Mendes und Camila Cabello bleiben mit ihrem Duett Señorita" in Lauerstellung auf Position zwei.

Höchster Neuzugang ist hier auf Rang drei On Off", eine Kooperation von Shirin David mit Maitre Gims, dem französischen HipHop-Star kongolesischer Herkunft. Per Shot" gelangt Ufo361 im Verbund mit Data Luv sogleich nach Veröffentlichung des Stücks auf Rang vier, so dass Lil Nas X mit Old Town Road" um zwei Stellen sinkt auf die Fünf.

Dritthöchster Neuzugang der Woche ist hier Im Plus" von Rapper Luciano auf Rang zwölf - einen Rang vor "Beautiful People", der neuen Single von Ed Sheeran mit Unterstützung von Khalid.

Universal Music ist auch bei den Singles unangefochtener Marktführer unter den Vertriebsfirmen mit einem Wochenanteil von 55,7 Prozent. Warner Music setzt sich auf Rang zwei mit 16,2 Prozent, gefolgt von Sony Music (15,4 Prozent), Believe/GoodToGo (8,5 Prozent) und Kontor/Edel (4,2 Prozent).

Die Bravo Hits 105" gehen von Rang zwei aus wieder zurück an die Spitze der Top 30 Compilations. Verbessern können sich auch The Dome Vol 90" (von drei auf zwei) und Toggo Music 52" (von sechs auf drei), wodurch sich Vorwochenchampion Ballermann Hits 2019" auf Rang vier wiederfindet.

Einziger Neueinsteiger in den Top 10 ist hier auf Position sechs die Zusammenstellung MegaHits Sommer 2019".

In der Vertriebsfirmenrangliste im Compilationsegment behauptet Universal Music die Tabellenführung mit 40,2 Prozent nur knapp gegenüber Sony Music (38,0 Prozent). Warner Music hat Rang drei sicher mit 13,2 Prozent; und die Top 5 komplettieren Kontor/Edel (6,9 Prozent) sowie 375 Media (1,3 Prozent).