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Deutsche Grammophon engagiert Benjamin Bernheim

Die Deutsche Grammophon hat einen langfristigen Exklusivvertrag mit dem französischen Tenor Benjamin Bernheim abgeschlossen. Seine erste Albumveröffentlichung beim neuen Partner steht für Herbst 2019 auf der Agenda.

02.04.2019 16:54 • von Frank Medwedeff
Neue Partner (von links): Clemens Trautmann, Valérie Gross und Benjamin Bernheim (Bild: Stefan Höderath)

Die Deutsche Grammophon hat einen langfristigen Exklusivvertrag mit Benjamin Bernheim abgeschlossen. Der 33-jährige französische lyrische Tenor genieße internationales Ansehen "als einer der führenden Tenöre einer neuen Sängergeneration", wie es aus Berlin heißt. Die Zusammenarbeit perfekt machten (von links) Clemens Trautmann (Präsident Deutsche Grammophon), Valérie Gross (Director Vocal & Opera Productions Deutsche Grammophon) und Benjamin Bernheim.

Am Beginn von Bernheims Partnerschaft mit dem zu Universal Music gehörenden Klassik-Traditionslabel steht ein Album mit französischen, italienischen und russischen Arien. Es soll im Herbst 2019 erscheinen und bietet Bernheims Interpretationen klassischer junger Tenorrollen, unter anderem von Gounod, Massenet, Donizetti, Puccini, Verdi und Tschaikowsky.

"Die Oper kann die Seele der Menschen berühren und ihr Leben bereichern. Ich bin glücklich, dass ich durch die Partnerschaft mit Deutsche Grammophon ein so großes Forum finde", so Bernheim. "Mein erstes DG-Album entstand in Zusammenarbeit mit dem Prague Philharmonia und Emmanuel Villaume. Es ist vielfältig, zeigt ein Spektrum von Rollen, die meiner Stimme zurzeit sehr liegen."

Clemens Trautmann, Präsident Deutsche Grammophon (DG), kommentiert: "Benjamin hat weit mehr Begabungen als nur eine wunderbare Stimme. Immer sucht er nach den feinen Nuancen in der Musik, er hat Intuition, Einfühlung und meisterhafte Technik. Uns ist es ein besonderes Anliegen, diesen bemerkenswerten jungen Künstler einer großen neuen Hörerschaft vorzustellen und zu zeigen, warum er an den führenden internationalen Opernhäusern so gefragt ist."

Valérie Gross, A&R Director Vocal & Opera Productions bei der DG, erklärt: "Er hat einfach alles: Stimme, Charisma, gutes Aussehen und eine bemerkenswerte Fähigkeit, eine Beziehung zum Publikum zu knüpfen. Von diesem Ausnahmesänger ist viel zu erwarten."

Benjamin Bernheim wurde 1985 in Paris geboren. Nach dem Studium in Lausanne ging er 2008 ans Internationale Opernstudio der Oper Zürich und wurde zwei Jahre später Mitglied des renommierten Züricher Ensembles. Später sang er bereits Rodolfo ("La Bohème") am Covent Garden in London, an der Opéra national de Paris und der Wiener Staatsoper; Alfredo ("La Traviata") an der Mailänder Scala, Berliner Staatsoper und am Opernhaus Zürich; Nemorino ("L'Elisir D'Amore") an der Wiener Staatsoper; Lenski ("Eugen Onegin") an der Deutschen Oper Berlin sowie die Titelrolle in "Faust" an der Lyric Opera in Chicago und am Théâtre des Champs-Elysées.

Bernheim wirkte außerdem in mehreren Produktionen der Salzburger Pfingst- und Sommerfestspiele mit. Die laufende Spielzeit begann er als Rodolfo in Zürich und sang später am Covent Garden unter der Leitung von Antonio Pappano erstmals in Verdis "Requiem". Am 5. April gibt er an der Opéra national de Bordeaux sein Rollendebüt als Des Grieux in "Manon". Im Juni singt er am Opernhaus Zürich erstmals die Partie des Ismaele in "Nabucco".

In der Saison 2019/20 wird Bernheim an die Opéra national de Paris zurückkehren, um in Neuinszenierungen von "La Traviata" und "Manon" dabei zu sein. Als Herzog in "Rigoletto" an der Bayerischen Staatsoper in München wird er sein Rollen- und Hausdebüt geben. Andere Höhepunkte der kommenden Spielzeit sind Auftritte in "La Bohème" in München und Paris sowie in "La Traviata" an der Berliner und Wiener Staatsoper.