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Oliver Rosa erläutert neues Konzept der Swiss Music Awards

Seit 2008 organisiert Oliver Rosa die Swiss Music Awards (SMA). Nun findet die Gala erstmals in Luzern statt. Im Interview erläutert Rosa die Gründe für den Umzug und spricht über das erweiterte Showkonzept der Preisverleihung, das am 16. Februar unter dem Namen SMA live ein zusätzliches Liveprogramm bietet.

14.02.2019 10:12 • von Jonas Kiß
Zieht mit den Swiss Music Awards nach Luzern: Oliver Rosa (Bild: Swiss Music Awards)

Seit 2008 organisiert Oliver Rosa die Swiss Music Awards (SMA). Nun findet die Gala erstmals in Luzern statt. Im Interview erläutert Rosa die Gründe für den Umzug und spricht über das erweiterte Showkonzept der Preisverleihung, das am 16. Februar 2019 unter dem Namen SMA live ein zusätzliches Liveprogramm bietet.

Über zehn Jahre fanden die Swiss Music Awards in Zürich statt. Warum kam es zum Umzug nach Luzern?

Wir sehen die Swiss Music Awards als nationale Preisverleihung und haben in sämtlichen Landesteilen der Schweiz einen Broadcast. Es lag nahe, dass wir nach elf Jahren in Zürich prüfen, ob ein Standortwechsel Sinn macht. Wir hatten das Gefühl, dass die Zeit dafür reif war. Der zweite Grund war konzeptionell: Im KKL in Luzern können wir mit zwei Sälen arbeiten. In einem konzentrieren wir uns mehr auf Livemusik und bieten dort kurze Sets von verschiedenen Schweizer Acts an, für die man auch Tickets kaufen kann. Im zweiten Raum, dem Konzertsaal, stellen wir die Verleihfeier in den Fokus. Für die TV-Show kombinieren wir das Beste der beiden Welten. Dieses Konzept ist zwar logistisch anspruchsvoll, aber inhaltlich stimmig. Wir hoffen, dass es aufgeht.

Hatte der Umzug auch wirtschaftliche Gründe?

Natürlich spielten damals auch finanzielle Gründe eine Rolle. Wir erhalten keine öffentlichen Gelder und bewegen uns genauso auf dem freien Markt wie andere kommerzielle Events. Wir sahen durch den Umzug auch Möglichkeiten, die Kosten zu optimieren.

Wurden die Swiss Music Awards seit Beginn durch private Gelder finanziert?

Das war immer eine private Veranstaltung. Öffentliche Gelder von Stadt, Kanton und Bund oder auch von öffentlichen Stiftungen bekamen wir bisher nicht. Wir werden durch die Branche substanziell unterstützt. Diese Zahlungen ermöglichen uns auch erst, die Swiss Music Awards durchzuführen. Ich denke, dass man den Aufwand, den wir dafür betreiben, auf dem Schweizer Markt nicht allein mit Sponsoring auffangen kann. Dafür ist der Markt zu klein.

Was Oliver Rosa zur öffentlichen Wahrnehmung der SMAs sagt, zur möglichen Zukunft des Events in Luzern oder zur bisherigen Bilanz des schweizerischen Musikpreises lesen Abonnenten in MusikWoche, Heft 07-08/2019, im E-Paper oder hier.