chartwoche.de

Charts KW 5: Oomph! und Mero stürmen nach vorn

In beiden Top-100-Hitlisten der Offiziellen Deutschen Charts katapultieren sich Neueinsteiger direkt an die Spitze: Bei den Alben rocken sich Oomph! mit "Ritual" auf die Pole Position, während bei den Singles Rapper Mero mit "Hobby Hobby" nicht aufzuhalten ist.

25.01.2019 16:19 • von Frank Medwedeff
Feiern ihre Premiere als Longplay-Spitzenreiter und den Nummer 1 Award: Oomph! (Bild: Napalm Records)

In den Top 100 Longplay der von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie ermittelten Offiziellen Deutschen Charts rocken sich Oomph! mit dem auf Napalm Records im Vertrieb von Universal Music erschienenen Album Ritual" von null auf eins. Das Braunschweiger Trio steht hier erstmals in seiner Karriere ganz oben und hat bereits den fälligen Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts in Empfang genommen. In den Top 100 Singles landeten Oomph! indes schon anno 2004 einen Spitzenreiter mit dem Song Augen auf!".

Direkt auf Rang zwei schwingt sich Alice Merton mit ihrem Debütalbum Mint", so dass sich der bisherige Charts-Kapitän Udo Lindenberg nun mit Rang drei für MTV Unplugged 2 - Live vom Atlantik" begnügen muss. Die kalifornische Rock- und Metalband Papa Roach kommt nach der ersten Verkaufswoche ihres neuen Albums, Who Do You Trust?", auf Position vier an, während sich Herbert Grönemeyer mit Tumult" vom zweiten auf den fünften Platz zurückzieht.

Ebenfalls um drei Plätze abwärts geht es für DJ Ötzis Jubiläumssampler 20 Jahre DJ Ötzi - Party ohne Ende" (von drei auf sechs) und Kerstin Otts Mut zur Katastrophe" (von vier auf sieben). Der Rapper Yassin, bisher im Verbund mit seinem Genrekollegen Audio88 als Duo erfolgreich, platziert sein erstes Soloalbum Ypsilon" auf Anhieb auf Rang acht und stellt damit das höchstplatzierte HipHop-Album der Woche. Die Top 10 vervollständigen The Platinum Collection - Greatest Hits I, II & III" von Queen (von sechs auf neun) und AnnenMayKantereits Schlagschatten" (von sieben auf zehn): Somit sinken fünf der ersten zehn Alben in dieser Woche um jeweils exakt drei Plätze ab.

Insgesamt 18 Neueinsteiger sorgen für frischen Wind im Longplaycharts-Geschehen. Die Direktlandung in den Top 10 verpasst denkbar knapp Joe Jackson, der mit Fool" an elfter Stelle ins Ziel kommt - einen Rang vor der schwedischen Metalcombo Arch Enemy und ihrem Covered In Blood". Mit harten Gitarrensounds schnurstracks in die Top 20 brettern zudem Magnum mit Live At The Symphony Hall" (Rang 18) sowie Flotsam And Jetsam, deren Album auf Position 19 The End Of Chaos" verkündet. Der letzte Neuzugang im oberen Chartsdrittel ist an 27. Stelle Assume Form", das neue Werk des innovativen britischen Popmusikers James Blake.

Universal Music behauptet mit 46,9 Prozent Marktanteil die Führungsposition im Ranking der Vertriebsfirmen zu den Top 100 Longplay. Sony Music kommt in dieser Woche auf 22,5 Prozent und zieht damit an Warner Music (18,7 Prozent vorbei). Auf Rang vier folgt der von GfK Entertainment erstmals zusammengezählte Firmenverbund Believe/GoodToGo mit 8,2 Prozent vor Kontor/Edel (2,3 Prozent).

Auch in den Top 100 Singles übernimmt ein Neueinsteiger das Kommando - und dies mit Ansage: Mero schnappt sich mit Hobby Hobby" das Zepter, nachdem der Rapper mit dem Track bereits mit 2,1 Millionen Aufrufen am Veröffentlichungstag, dem 18. Januar, einen neuen Rekord für den meistgestreamten Track an einem Tag in Deutschland aufstellte. Zuvor hatte Mero Ende November mit seiner Nummer Baller los" als erster HipHop-Act in der deutschen Chartsgeschichte überhaupt mit einer Debütsingle direkt den Gipfel der Top 100 Singles erklommen.

Ava Max hält sich in dieser Woche mit Sweet But Psycho" an zweiter Position, während auch hier - wie bei den Alben - der Spitzenreiter von vergangener Woche jetzt Platz drei belegt, nämlich Shindy und sein Hit Dodi".

Ariana Grandes neue Single, 7 Rings", ist zweithöchster Neuzugang der Chartswoche auf Platz vier, während Capital Bra mit Benzema" von drei auf fünf rutscht.

Mit Kontra Ks Warnung" auf Rang sechs und Wenn die Sonne untergeht" von Azet & Zuna auf sieben schaffen es noch zwei neue Deutschrap-Singles in die Top 10.

In der Distributorenrangliste für die Top 100 Singles genügen Universal Music 35,3 Prozent, um Platz eins zu behaupten. Dahinter geht es eng zu: Sony Music (22,5 Prozent) rangiert hauchdünn vor Warner Music (22,3 Prozent), und die neue "Indiemacht" Believe/GoodTogo bringt sich mit stattlichen 16,0 Prozent in Position. Kontor/Edel bringt es hier auf 3,3 Prozent.

Nur wenig verändert sich in den Top 30 Compilations. Schlagerchampions 2019 - Das große Fest der Besten", bleibt hier die Nummer eins, und auch Bravo - The Hits 2018" und die Après Ski-Hits 2019" behalten ihre Podestplätze.

In der ganzen Chartsliste finden sich hier nur zwei Neuzugänge ein: Lauter Werder", eine Kopplung mit Songs zum 120-jährigen Jubiläum von Fußballbundesligist SV Werder Bremen mit Beiträgen von Sympathisanten des Klubs wie Jan Delay, Heinz Rudolf Kunze, Flo Mega, Johannes Strate oder Wigald Boning, entert das Terrain auf Rang 16, und auf Platz 23 hält die Telamo-Veröffentlichung 60 Super Party-Hits" Einzug in die Compilationrangliste.

Sony Music ist hier mit 48,4 Prozent Markanteil weiterhin Primus unter den Vertriebsfirmen - vor Universal Music (36,2 Prozent), Warner Music (8,0 Prozent), Pavement Records (2,7 Prozent) sowie Zebralution (1,6 Prozent).