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Bundesländer einigen sich mit Verwertungsgesellschaften auf Gesamtvertrag

Die deutschen Bundesländer haben mit den Verwertungsgesellschaften Wort, Bild-Kunst und Musikedition sowie weiteren Organisationen einen Vertrag abgeschlossen, der die Nutzung urheberrechtlich geschützter Texte, Bilder und Noten für den Unterricht an Schulen abdeckt.

09.01.2019 12:48 • von
Regeln die Vergütung von Kopien für den Unterricht an Schulen (von links): Oliver Graßy (PMG), Ilas Körner-Wellershaus (VBM), Amtschef Herbert Püls (Kultusministerium Bayern) und Rainer Just (VG Wort) (Bild: StMUK)

Die deutschen Bundesländer haben mit den Verwertungsgesellschaften Wort, Bild-Kunst und Musikedition sowie dem Verband Bildungsmedien (VBM) und der PMG Presse-Monitor GmbH (PMG) einen Vertrag abgeschlossen, der die Nutzung urheberrechtlich geschützter Texte, Bilder und Noten für den Unterricht an Schulen abdeckt.

Der Deal soll es Lehrkräften ermöglichen, ihren Schülern auch weiterhin Inhalte aus Büchern, Unterrichtswerken, Presseartikeln und Musiknoten in Form analoger und digitaler Kopien zur Verfügung zu stellen: "Mit dem neuen Gesamtvertrag sichern die Bundesländer unter Federführung des Bayerischen Kultusministeriums, die Verwertungsgesellschaften VG Wort, VG Bild-Kunst und VG Musikedition, die Bildungs- und Presseverlage deutschlandweit eine sichere und nutzerfreundliche Rechtsgrundlage für die Schulen und gleichzeitig eine angemessene Vergütung der Rechtsinhaber", lässt die VG Musikedition wissen. Der Gesamtvertrag umfasse Kopien für den Unterricht an allgemein bildenden Schulen: "Öffentliche oder private Musikschulen können sich nicht auf den Vertrag berufen, haben aber die Möglichkeit, gesonderte Lizenzverträge abzuschließen", heißt es aus Kassel.

Im Rahmen der Vereinbarung dürfen Lehrkräfte bis zu 15 Prozent beziehungsweise maximal 20 Seiten eines urheberrechtlich geschützten Werks vervielfältigen oder einscannen und sie an eigene Schüler weitergeben - "auch per E-Mail, mit dem Whiteboard, dem Beamer oder dem Stick", wie das bayerische Kultusministerium mitteilt.

"Unser gemeinsames Ziel, die Rechteeinräumung und deren angemessene Vergütung im Interesse des Schulunterrichts auch für die nächsten Jahre nutzerfreundlich zu gestalten, haben wir erreicht", sagt Robert Staats als Vertreter der VG Wort.