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Charts KW 47: Herbert Grönemeyer baut Rekord aus

Mit "Tumult" landet Herbert Grönemeyer seine 13. Nummer eins in den deutschen Top 100 Longplay - und verbessert seine Bestmarke als Künstler mit der längsten Gesamtpräsenz auf dem Chartsthron auf 72 Wochen. Bei den Singles rappt sich Samra mit dem Track "Cataleya" von null auf eins.

16.11.2018 16:07 • von Frank Medwedeff
Einmal mehr ganz oben: Herbert Grönemeyer (Bild: Antoine Melis)

Mit Tumult" landet Herbert Grönemeyer seine 13. Nummer eins in den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts - und verbessert seine Bestmarke als Künstler mit der längsten Gesamtpräsenz auf dem Chartsthron auf 72 Wochen, wie GfK Entertainment bestätigt. Auf dem Album bezieht Grönemeyer wiederholt Stellung zu aktuellen politischen Themen und singt auf dem Stück "Doppelherz/Iki Gönlüm" erstmals Passagen auf Türkisch.

Lina, unter ihrem vollen Namen Lina Larissa Strahl als Darstellerin aus den "Bibi & Tina"-Filmen bekannt, entert mit ihrem Album R3bellin" die deutsche Albumhitliste auf Position zwei - und damit noch vor den Beatles, deren White Album" zum 50-jährigen Jubiläum als Wiedereinsteiger auf Rang drei gelangt. Simulation Theory", das neue Album der britischen Band Muse, debütiert auf Platz vier, einen Rang vor XY" von AK Ausserkontrolle.

Die Rockband Imagine Dragons aus Las Vegas zieht mit ihrem aktuellen Werk Origins" auf Rang sechs in die deutsche Albumhitliste ein, und die Metalcore-Combo Architects aus dem englischen Seebad Brighton ist mit Holy Hell" neu notiert auf sieben. Bonez MC & Raf Camora fallen mit dem ehemaligen Tabellenführer Palmen aus Plastik 2" von fünf auf acht zurück. während Queen mit The Platinum Collection - Greatest Hits I, II & III" von 14 auf neun klettern. Die Rückkehr in die Top 10 gelingt auch Andrea Bocellis Si"(von 15 auf zehn).

Weihnachten mit uns" feiern bereits die Calimeros und bringen es damit immerhin auf Anhieb auf Rang zwölf. Nächster Neuzugang ist auf Rang 14 Kartoffel mit Attitüde" vom hessischen Rapper Face, und der Berliner HipHop-Künstler Crystal F reiht sich mit Panzerband & billiges Crack" an 24. Stelle ein. Auf Position 26 taucht "Come Over, When You're Sober Pt. 2.", das Vermächtnis des 2017 mit nur 21 Jahren verstorbenen US-Rappers Lil Peep, auf. Auf der 27 frisch gelistet ist Nichts versäumt live", das Dokument von Nenas Erfolgstour zu ihrem 40-jährigen Bühnenjubiläum. Jethro Tull landen mit ihrem nach 50 Jahren wiederaufgelegten Debütalbum This Was" auf Rang 28.

Universal Music baut vor allem dank Herbert Grönemeyer seine Vormachtstellung in der Rangliste der Distributoren auf satte 61,0 Prozent Marktanteil aus. Warner Music erreicht mit 25,1 Prozent den zweiten Platz. Sony Music muss sich in dieser Woche mit 9,5 Prozent und Position drei begnügen. Indigo belegt mit 1,7 Prozent Rang vier, und distri reichen 0,7 Prozent für den Sprung auf den fünften Platz.

Auch in den Top 100 Singles übernimmt ein Neueinsteiger das Kommando: Der deutsch-libanesische Rapper Samra schnellt mit dem Stück Cataleya", erschienen auf Bushidos Label, direkt auf die Pole Position und verdrängt KitschKrieg feat. Trettmann, Gringo, Ufo361 & Gzuz mit Standard" an die zweite Stelle. Sido kommt mit Tausend Tattoos" von Rang 13 auf drei voran und Ava Max, Singer/Songwriterin aus den USA mit albanischen Wurzeln, setzt ihren Weg Richtung Spitze mit einer neuerlichen Verbesserung von Sweet But Psycho" von Rang 17 auf vier fort, nachdem sie damit zuletzt zwei Mal in Folge Aufsteigerin der Woche war. Sie schiebt Dynoro & Gigi D'Agostino mit In My Mind" zurück auf die fünfte Position.

Der zweithöchste Neueinsteiger nach dem neuen Tabellenführer findet sich hier erst auf Rang 32: Bad Liar" von Imagine Dragons.

Mit 40,9 Prozent Chartsanteil hat unter den Vertriebsfirmen auch im Singlesbereich Universal Music das Sagen. Es folgen Sony Music (30,2 Prozent), Warner Music (21,3 Prozent), Edel/Kontor (4,1 Prozent) und GoodToGo (3,0 Prozent).

Auch in den Top 30 Compilations kommt es zum Führungswechsel: Die Genre-Jahresrückschau Schlager 2018 - Die Hits des Jahres" schnellt sofort auf die Pole Position und schiebt die Bravo Hits 103" auf Rang zwei. Position drei behauptet Karneval der Stars 48".

Hinter den von zwei auf vier abgesunkenen RTL Hits 2018" folgt als Neuzugang auf Rang fünf Confessin' The Blues" eine in Kollaboration mit den Rolling Stones kuratierte Genre-Kopplung.

Direkt in den Top 10 landen zudem noch Future Trance 86" (Platz sechs), die "Club Sounds Vol. 87" (acht), und Kontor - Top Of The Clubs - The Biggest Hits Of The Year MMXVIII" (zehn).

Auch im Segment Compilations hat Universal Music die Nase vorn in der Vertriebswertung per Marktanteil von 37,4 Prozent. Es schließen sich an: Sony Music mit 26,6 Prozent vor Warner Music (20,4 Prozent), Edel/Kontor (6,8 Prozent) und Pavement Records (6,2 Prozent).