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EU nickt Kauf von Shazam durch Apple ab

Die Kartellwächter der Europäischen Kommission gaben Apple am 6. September grünes Licht für die Übernahme von Shazam. EU-Kommissarin Margrethe Vestager sieht den Wettbewerb durch den Zusammenschluss nicht bedroht.

06.09.2018 18:46 • von
Sieht durch die Übernahme von Shazam durch Apple keine Einschränkungen auf dem Streamingmarkt: EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager (Bild: Europäische Kommission Jennifer Jacquemart)

Die Kartellwächter der Europäischen Kommission gaben Apple am 6. September 2018 grünes Licht und genehmigten die Übernahme von Shazam ohne Auflagen. Vorausgegangen war eine eingehende Prüfung des Kaufs.

"Daten sind von zentraler Bedeutung für die digitale Wirtschaft", sagte die für Wettbewerbspolitik zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager zur Genehmigung des Deals. "Daher müssen wir Unternehmenszusammenschlüsse sorgfältig prüfen, die mit dem Erwerb umfassender Datensätze - einschließlich wirtschaftlich sensibler Daten - einhergehen, um sicherzustellen, dass sie nicht zu einer Einschränkung des Wettbewerbs führen." Im Falle von Apple und Shazam kamen die Wettbewerbshüter demnach nun "nach einer gründlichen Analyse der Nutzer- und Musikdaten von Shazam" zu dem Schluss, "dass die Übernahme durch Apple den Wettbewerb auf dem Markt für digitale Musikstreamingdienste nicht einschränken würde", wie Vestager betont.

Im April hatte die EU-Kommission das Verfahren auf Wunsch von sieben europäischen Ländern aufgenommen, die befürchteten, dass der Kauf von Shazam durch Apple dem freien Wettbewerb abträglich sei. In der Tat erklärte die Kommission damals, dass der Deal den Wettbewerb gefährden könnte, obwohl die geschätzte Verkaufssumme von 400 Millionen Dollar unter dem Wert liegt, der ansonsten Anlass zu solchen Untersuchungen gibt.