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Charts KW 35: Saltatio Mortis zum Dritten

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts belegen lauter Neueinsteiger die ersten acht Plätze - allen voran Saltatio Mortis, die mit "Brot und Spiele" ihr drittes Nummer-eins-Album feiern können. Top-Single bleibt "In My Mind" von Dynoro & Gigi D'Agostino.

24.08.2018 15:33 • von Frank Medwedeff
Führen eine geschlossene Riege von Neueinsteigern an: Saltatio Mortis (Bild: Robert Eikelpoth)

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts, die GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie ermittelt, belegen lauter Neueinsteiger die ersten acht Plätze. Direkt an die Spitze gehen die Mittelalterrocker Saltatio Mortis mit Brot und Spiele" - und können damit ihr drittes Nummer-eins-Album feiern nach Das schwarze 1x1" (2013) und Zirkus Zeitgeist" (2015).

"Was für ein Weg, von der kleinen Straßenkapelle zum dritten Platz Eins in Folge. Wer hätte das damals gedacht, als alles nur "Große Träume" waren ...", verlautet die Band dazu. "Ganz sicher hätte auch niemand daran gedacht, dass wir einmal eine goldene Platte bekommen würden. Doch gerade haben wir erfahren, dass unser 'Zirkus Zeitgeist" vergoldet wird. Unsere erste goldene Platte! Der Dank dafür geht natürlich an Euch! An alle, die uns schon seit Jahren vor und hinter der Bühne, an Schreibtischen und Mischpulten, an Lenkrädern und Computern unterstützen. An Euch, die ihr mit uns feiert, auch wenn es mal regnet, an Euch, die ihr uns schon über so viele Jahre die Treue haltet und an Euch, die ihr unsere Musik liebt, uns Kraft gebt und diesen verrückten Weg mit uns zusammen geht."

Ufo 361 rappt sich mit VVS" direkt auf die zweite Position, und auf der Drei debütiert Sweetener", das neue Album von Ariana Grande.

Deutschlands Metal-Queen Doro steigt mit Forever Warriors/Forever United" an vierter Stelle ein vor Kerstin Ott, deren Mut zur Katastrophe" ihr auf Anhieb Platz fünf einbringt. Rang sechs ist dann wieder einer Band aus der Mittelalterrock-Fraktion vorbehalten, Feuerschwanz mit Methämmer". Schlagersänger Sandro, der Sohn von Freddy Malinowski alias Freddy März vom Duo Fantasy, platziert seinen Longplayer Rendezvous" auf Rang sieben, während die HipHop-Formation VSK, ein Seitenprojekt von K.I.Z., mit Wo die wilden Kerle flowen" auf Rang acht ins Geschehen eingreift.

Die Top 10 komplettieren Ben Zuckers Na und ?!" (von acht auf neun) sowie der Soundtrack zum Kinomusical Mamma Mia! Here We Go Again" (von fünf auf zehn).

Nächster Neuzugang ist auf Rang 13 der Rapper Dardan mit Dardy Luther King". Genetikk springen mit "D.N.A. 2" von null auf 22, und einen Platz dahinter taucht Down Down & Dirty At Wacken" von Status Quo auf, ein Konzertmitschnitt ihres Auftritts beim Wacken Open Air 2017. Sofort nach der ersten Verkaufswoche unter die Top 30 schaffen es auch die Rocker Annisokay aus Halle an der Saale mit Arms" (Platz 26), Rapper Chefket mit Alles Liebe (Nach dem Ende des Kampfes)" (27) sowie Schlagersängerin Christin Stark und ihr Rosenfeuer" (30).

In der Rangliste der Vertriebsfirmen holt sich Universal Music nicht zuletzt dank Saltatio Mortis die Tabellenführung zurück und liegt mit 48,0 Prozent Marktanteil in dieser Woche klar vor Warner Music (18,0 Prozent), Sony Music (15,2 Prozent), GoodToGo (14,2 Prozent) und Edel/Kontor (1,6 Prozent).

Deutlich weniger als bei den Alben tut sich im Vorderfeld der Top 100 Singles. In My Mind" von Dynoro & Gigi D'Agostino bleibt hier das Maß aller Dinge, und Melodien" von Capital Bra feat. Juju verharrt auf dem zweiten Platz. Bonez MC & Raf Camora bewegen sich trotz 500 PS", so der Name ihres aktuellen gemeinsamen Hits, nicht vom Fleck und rangieren weiterhin auf Position drei.

Rin, der Rapper aus Bietigheim-Bissingen, ist hier mit Dior 2001" auf Rang vier der einzige Neueinsteiger in den Top 10. Er verdrängt Bella Ciao" in der Version von El Profesor im Remix von Hugel um eine Stelle nach hinten auf die Fünf.

Als zweithöchster Neuzugang der Woche schnellt Miami Yacine in seinem Testarossa" von null auf 21, während Dardans Facetime" auf Rang 30 neu gelistet ist.

Universal Music ist auch im Singles-Segment mit 32,7 Prozent Marktanteil an den Top 100 in dieser Woche die Nummer eins unter den Distributoren, gefolgt von Sony Music (25,6 Prozent), Warner Music (19,3 Prozent), GoodToGo (11,1 Prozent) sowie Edel/Kontor (9,4 Prozent).

Die Bravo Hits 102" thronen in der vierten Woche auf dem obersten Podestplatz der Top 30 Compilations. Auch The Dome - Summer 2018" auf der Zwei und die "Club Sounds Vol. 86" auf der Drei behalten ihre Vorwochenpositionen.

Höchster Neuankömmling ist hier auf Listenplatz zwölf die Kopplung Clubfete 80er - 63 Club & Party Hits of The 80's".

Die Vertriebsfirmen-Charts für die Compilations führt wie gehabt Sony Music mit diesmal 54,0 Prozent Marktanteil souverän an, Universal Music erreicht 27,6 Prozent, und die Top 5 vervollständigen Edel/Kontor (9,8 Prozent), Warner Music (7,7 Prozent) sowie GoodToGo (0,7 Prozent).