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Charts KW 27: Capital Bra stößt Andreas Gabalier vom Thron

Nach zwei Wochen an der Spitze der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts macht Andreas Gabalier Platz für den Berliner Rapper Capital Bra, der sich mit "Berlin lebt" auf den ersten Platz bugsiert.

29.06.2018 15:39 • von Jonas Kiß
Dominiert die LP- und die Singlescharts: Capital Bra (Bild: Sony Music)

Nach zwei Wochen an der Spitze der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts macht Andreas Gabalier Platz für den Berliner Rapper Capital Bra, der sich mit Berlin lebt" auf den ersten Platz bugsiert.

Der Erfolg von Capital Bra zeichnete sich bereits in den vergangenen Wochen ab. Innerhalb von gut zwei Monaten gelangen dem Rapper mit "5 Songs in einer Nacht", "Neymar", "One Night Stand" und "Berlin lebt" vier Nummer-eins-Hits in den Singlescharts.

Mit seinen Vorgängeralben, Makarov Komplex" und Blyat", die beide 2017 erschienen, erreichte Capital Bra in den Lonplaycharts Platz zwei und drei.

Für Eloy, ehemaliges Mitglied bei der Boyband Caught In The Act, geht es derweil mit dem Solodebüt Kopf aus - Herz an" steil nach oben von Rang sieben auf Rang zwei.

Während Vorwochenspitzenreiter Andreas Gabalier mit Vergiss mein nicht" auf den dritten Platz abrutscht, kommt auf Platz vier mit Heaven And Earth" vom Jazzmusiker Kamasi Washington ein weiterer Neueinsteiger ins Spiel.

2015 legte der kalifornische Künstler sein Debüt The Epic" vor, das sich insgesamt acht Wochen in den Offiziellen Deutschen Charts hielt und als höchste Notierung Platz 32 erreichte. Der Verkaufserfolg der Vinyl-Version des Albums als Dreifach-LP verhalf "The Epic" damals zum Wiedereinstieg in die Charts.

Ben Zucker verweilt mit Na und?!" wie in der Vorwoche auf dem fünften Platz, das Album des Schlagersängers hält sich mittlerweile schon seit 50 Wochen in der Longplayliste.

Der Rapper Plusmacher steigt mit Hustlebach", seinem ersten Album auf dem eigenen Label Goldbreuler, direkt auf Position sechs ein. Als weitere Neueinsteiger in den Top 10 finden sich die US-amerikanische Rockand Panic! At The Disco mit Pray For The Wicked" auf Platz acht und die schwedische Metalband Marduk mit Viktoria" auf Platz zehn.

Sony Music führt die Rangliste der Vertriebsfirmen bei den Alben mit einem Marktanteil von 42,5 Prozent an. Universal Music belegt mit 31,0 Prozent Platz zwei. Etwas weiter hinten folgt Warner Music mit 12,8 Prozent. GoodToGo kommt auf 6,2 Prozent und bei Indigo reicht es für 2,9 Prozent.

Bei den Singles macht sich indes die Fußball-WM bemerkbar. So klettert der WM-Song Zusammen" von Die Fantastischen Vier feat. Clueso vom elften auf den zweiten Platz. An Je ne parle pas français" von Namika feat. Black M, der wie gehabt die Nummer eins besetzt, kommt der Titel allerdings nicht heran.

Andere WM-Songs steigen ab: so fällt Live It Up" von Nicky Jam feat. Will Smith & Era Istrefi von Platz 21 auf Platz 30 und Colors" von Jason Derulo von Rang 47 auf Rang 50. Rang drei auf dem Siegertreppchen besetzt weiterhin Clean Bandit feat. Demit Lovato mit dem Song Solo".

Wie bei den Alben fungiert Capital Bra mit Kennzeichen B-TK" als höchster Neueinsteiger. Der Song in Zusammenarbeit mit King Khali landet auf Position vier. Insgesamt dominiert der Rapper mit 16 Songs, von denen es vier in die Top 10 schaffen, die Singlescharts.

Capital Bra sorgt schließlich dafür, dass Sony Music in dieser Woche die Rangliste der Vertriebsfirmen auch bei den Singlescharts mit 36,7 Prozent Marktanteil klar dominiert. Universal Music belegt hier mit 29,2 Prozent den zweiten Platz vor Warner Music (22,9 Prozent), Edel/Kontor (5,1 Prozent) und GoodToGo (4,4 Prozent).

In den Top 30 Compilations machen die Bravo Hits 101" in der achten Woche in Folge den ersten Platz klar. Dahinter tummeln sich drei Neuankömmlinge: Ballermann Hits 2018" (Platz zwei), MegaHits Sommer 2018" (Platz drei) und Toggo Music 49" (Platz vier) stoßen dazu. Ein Top-10-Einstieg gelingt außerdem Club Sounds Summer 2018" auf Rang sechs.

Universal Music hat die Wochenrangliste der Vertriebsfirmen für die Compilations mit 56 Prozent fest im Griff. Platz zwei übernimmt Sony Music mit 24,1 Prozent und Rang drei Warner Music mit 14 Prozent.