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US-Charts: Rap-Trio Migos an der Spitze

In den US-Longplaycharts schnellen Migos mit "Culture II" vor allem aufgrund hoher Streamingzahlen der Tracks des Albums auf die Pole Position. Das Trio ist erst die fünfte Rap-Gruppe, die mehr als ein Nummer-eins-Album in den USA zu Buche stehen hat.

05.02.2018 15:32 • von Frank Medwedeff
Wie schon vor einem Jahr wieder ganz oben in den Billboard 200: Migos (Bild: Universal Music)

In den US-Longplaycharts schnellen Migos mit Culture II" auf die Pole Position. Die aus den Rappern Quavo, Offset und Takeoff bestehende Formation wiederholt damit ihren Triumph mit dem Vorgänger Culture" aus dem Februar 2017. Laut Nielsen Music erzielte das neue Album des HipHop-Trios in der aktuellen Erhebungswoche (bis einschließlich 2. Februar) 199.000 Chartseinheiten. Allein 150.000 Units davon stammen aus den 225,6 Millionen Streams von Tracks des Albums, die hier eingeflossen sind. Hinzu kommen 38.000 Albumverkäufe sowie 11.000 sogenannte "Track Equivalent Albums" aus Downloads einzelner Stücke von "Culture II".

Migos sind laut "Billboard" erst die fünfte Rap-Gruppe, die mehr als ein Nummer-eins-Album in der US-Albumhitliste aufzuweisen hat. Vier Alben auf den US-amerikanischen Chartsgipfel brachten die Beastie Boys im Zeitraum zwischen 1987 und 2004. Jeweils zwei Spitzenreiter wie Migos landeten auch A Tribe Called Quest (1996 und 2016), Bone Thugs-N-Harmony (1995 und 1997) sowie D12 (2001 und 2004).

Der Soundtrack zu The Greatest Showman" belegt nach zweiwöchiger Tabellenführung nun in der dritten Woche in Folge den zweiten Platz anhand von diesmal 95.000 Wocheneinheiten. Das britische Dance-Trio Above & Beyond bringt es mit seinem vierten Studioalbum "Common Ground" als Neuzugang mittels 64.000 Einheiten auf Rang drei und steht damit erstmals in den USA auf dem Treppchen. Gebündelte Verkäufe des Albums mit Tickets für die Tour von Above & Beyond durch die Vereinigten Staaten trugen zu dem guten Ergebnis bei.

Der sechsfache Grammygewinner Bruno Mars klettert mit seinem bei der Preisgala in New York als "bestes Album" bedachten Longplayer 24K Magic" in dieser Woche von zehn auf vier aufgrund einer 89-prozentigen Steigerung auf 49.000 Chartseinheiten.

Es folgen weitere aktuelle Grammysieger: Der zweifache Preisträger Ed Sheeran fällt mit ÷ (Divide)" indes von drei auf fünf ab (48.000), während Kendrick Lamar, der fünf Grammys mit nach Hause nahm, mit Damn (38.000) an sechster Stelle verharrt.

Camila Cabello geht mit Camila" (von Platz vier auf sieben; 37.000) ebenso um drei Positionen nach unten wie Post Malone und dessen Album Stoney" (von fünf auf acht; 34.000).

Khalid, der bei der Grammygala live auftrat, aber bei der Vergabe der begehrten Musikpreise leer ausging, verbessert sich mit "American Teen" (27.000 Chartseinheiten) von 15 auf neun, und die um drei Plätze gegenüber der Vorwoche verbesserte Band Imagine Dragons schließt mit Evolve" (26.000) die Top 10 ab.

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