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Charts KW 6: Tocotronic vor zwei Metalbands im Ziel

Tocotronic entern die Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts mit "Die Unendlichkeit" direkt auf der Pole Position und verweisen Hämatom und Machine Head auf die Plätze. Bei den Singles hält die Vorherrschaft von Ed Sheerans "Perfect" an.

02.02.2018 16:03 • von Frank Medwedeff
Zum zweiten Mal ganz oben: Tocotronic mit (von links) Jan Müller, Dirk von Lowtzow, Rick McPhail und Arne Zank (Bild: Michael Petersohn/Universal Music)

Tocotronic entern die Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts mit Die Unendlichkeit" ohne Umweg auf der Pole Position. Es ist hier der zweite Spitzenreiter der in Hamburg gegründeten Rockband um Sänger und Songschreiber Dirk von Lowtzow, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert - nach Schall und Wahn" 2010. Die Bandmitglieder Dirk von Lowtzow, Jan Müller, Arne Zank und RickMcPhail gaben dazu folgendes gemeinsame Statement ab: "Wir, die Rockgruppe Tocotronic, freuen uns wie Bolle, bereits das zweite Mal in unserer langen Karriere den ersten Platz der Hitparade erklommen zu haben. Dafür danken wir allen Menschen, die dieses Ereignis möglich gemacht haben. Die Unendlichkeit beginnt jetzt!"

Direkt aufs Podest schaffen es auch zwei Metalbands: Hämatom setzen sich mit Bestie der Freiheit" auf Rang zwei, und Machine Head platzieren Catharsis" an dritter Stelle. Für beide Formationen sind dies neue eigene Höchstpositionen in der von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbands Musikindustrie ermittelten Albumhitliste.

Sängerin Beth Hart und Gitarrero Joe Bonamassa erfreuen mit ihrem dritten gemeinsamen Longplayer, Black Coffee", die Bluesrockfans und springen damit von null auf vier. Ed Sheerans ÷ (Divide)" sinkt derweil von drei auf fünf.

Nach Klubbb3 (runter von zwei auf sechs mit Wir werden immer mehr!") folgt der nächste Neuzugang: Calexico setzen sich nach der ersten Verkaufswoche von The Thread That Keeps Us" auf Platz sieben. Helene Fischer geht mit ihrem gleichnamigen Album, dem Jahrescharts-Primus 2017, um vier Ränge nach unten (von vier auf acht), während im Gegenzug die Kelly Family ebenso viele Pätze gutmacht mit We Got Love" per Steigerung von 13 auf neun. Von Rang sechs ans Ende der Top 10 rutscht der Soundtrack zu The Greatest Showman".

Dass Jazz chartstauglich ist, beweisen Till Brönner und Dieter Ilg, deren gemeinsames Werk Nightfall" auf Position elf debütiert. Die US-HipHop-Truppe Migos hievt sich mit Culture II" von null auf 14, und Nils Frahm hält mit All Melody" auf Rang 15 Einzug in die Longplaycharts.

Die Hamburger Band Project Pitchfork bleibt hier Stammgast und bringt ihr neues Abum Akkretion" als Neueinsteiger auf Platz 21 unter. Steve Hackett, der ehemalige Gitarrist von Genesis, ist mit Wuthering Nights: Live In Birmingham" neu dabei auf Rang 25. Liebhaber härterer Sound katapultieren die schwedischen Darkmetaller Tribulation mit Down Below" aus dem Stand auf Platz 33 und Phil Campbell And The Bastard Sons, die neue Band des ehemaligen Motörhead-Gitarristen, mit The Age Of Absurdity" an die 36. Stelle. Collected", das Box-Set von Status Quo, taucht auf Listenplatz 49 auf.

Erik Cohen greift mit seinem Longplayer Nummer III" auf Rang 57 ins Geschehen ein und übertrifft damit die Marke seiner Chartspremiere mit Weisses Rauschen" (2016 auf Rang 74).

Nicht zuletzt dank Tocotronic hat Universal Music bei den Chartsanteilen der Vertriebsfirmen mit 40,3 Prozent klar die Nase vorn. Vorwochensieger Warner Music belegt mit 20,8 Prozent Rang zwei, und Sony Music folgt fast gleichauf mit 20,6 Prozent. GoodToGo kommt auf Rang vier auf 8,8 Prozent und es folgt der erstmals zusammen ausgewiesene Firmenverbund Believe/Soulfood mit 2,2 Prozent.

Bei den Singles ist Ed Sheeran mit Perfect" in der neunten Woche der Überflieger. Ebenfalls unverändert zur Vorwoche folgen Bausa mit Was du Liebe nennst" und Eminems River" - mit Ed Sheeran als Gastsänger - auf den weiteren Medaillenplätzen. Regungslos auf Rang vier stehen bleibt auch Camila Cabello mit Havana", ihrer Kollaboration mit Young Thug. Von 18 auf fünf springt Drake mit God's Plan".

Höchster Neuzugang ist hier auf Rang 23 Justin Timberlakes Single Say Something", die er mit gesanglicher Unterstützung von Countrystar Chris Stapleton aufnahm.

Im Firmenranking führt Universal Music mit einem Marktanteil von 33,6 Prozent vor Warner Music (26,6 Prozent), Sony Music (21,8 Prozent), GoodToGo (10,2 Prozent) sowie Edel/Kontor (3,5 Prozent).

In den Top 30 Compilations regiert Schlager Champions 2018 - Das große Fest der Besten" in der dritten Woche. Die Kopplung Club Sounds 2000er" landet direkt auf Rang zwei und schiebt Bravo - The Hits 2017" auf die dritte Position zurück.

Mit about: berlin Vol (frisch dabei auf Rang neun) gelangt ein zweiter Neueinsteiger in die Top 10.

Bei den Compilations ist Universal Music mit 59,0 Prozent Marktanteil weiterhin besonders dominant. Sony Music ist mit 22,2 Prozent Zweiter, gefolgt von Warner Music (7,3 Prozent), Pavement Records (6,0 Prozent) und Edel/Kontor (3,9 Prozent).