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Reeperbahn Festival will mit Inhalten überzeugen

Das Reeperbahn Festival 2017 geht kurz vor der Bundestagswahl über die Bühne. MusikWoche sprach mit den Ausrichtern Alexander Schulz und Detlef Schwarte über Konferenzinhalte sowie das Wachstum der Veranstaltung.

19.09.2017 15:15 • von
Wollen mit ihrer Veranstaltung nur bedingt quantitativ wachsen: Detlef Schwarte (links) und Alexander Schulz vom Reeperbahn Festival (Bild: Rieka Anscheit)

Das geht kurz vor der Bundestagswahl über die Bühne. MusikWoche sprach mit den Ausrichtern Alexander Schulz und Detlef Schwarte über Konferenzinhalte sowie das Wachstum der Veranstaltung.

Können Sie musikalische Neuerungen beim diesjährigen Reeperbahn Festival vermelden?

Alexander Schulz: Wir freuen uns, dass derThemenstrang Neue Zeitgenössische Klassik/Musik weiter wächst und gedeiht - und zwar im öffentlichen Programm und im Fachbesucher-Programm. Erstmals bespielen wir die Elbphilharmonie mit insgesamt drei Shows - darunter auch eine Werkaufführung von Owen Pallett und dem Ensemble Stargaze, die auch in Abstimmung mit unserem diesjährigen Länderpartner Kanada initiiert wurde.

Gibt es etwa bei den Spielstätten im Vergleich zu den letzten Jahren Verluste zu verzeichnen?

Detlef Schwarte: Der Salon Schmidt im zweiten Stock des Schmidt-Theaters steht uns nicht mehr zur Verfügung, dafür nutzen wir erstmals Angie's Nightclub und das Private Cinema im East-Hotel als Konferenzräume.

In den letzten zwölf Monaten gab es einige Terroranschläge, die nicht zuletzt den Musikbereich getroffen haben. Das führte zu erhöhten Sicherheitsauflagen. Inwiefern betrifft das auch das Reeperbahn Festival?

Alexander Schulz: Wir geben mehr Geld für die Sicherheit aus. Konkret wird es vor den großen und mittleren Spielstätten mehr Sicherheitskontrollen mit Taschen- und Leibesvisitationen geben. Hier ist mehr Personal als 2016 im Einsatz. Gleichzeitig haben wir auch verschärfte Auflagen bekommen für die öffentlichen Flächen, vor allem den Spielbudenplatz und die Taubenstraße, was ebenfalls mit erhöhten Produktionskosten verbunden ist. Dazu gehört etwa die Verpflichtung, Betonpoller aufstellen zu lassen, die das Durchfahren verhindern sollen.

Was die beiden Reeperbahn-Macher außerdem zur Diskussion um den Boykott arabischer Acts beim Berliner Festival Pop-Kultur sagen, zur Keynote von Olaf Scholz in Hamburg, zur Präsenz der Musikkonzerne und Verbände beim Reeperbahn Festival oder zu weiteren Wachstumschancen, lesen Abonnenten in MusikWoche, Heft 38/2017, im livepaper oder .