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US-Charts: DJ Khaled setzt sich durch

In den US-Longplaycharts macht DJ Khaled mit "Grateful" das Rennen und landet hier seinen zweiten Spitzenreiter. Imagine Dragons kommen mit nur rund 2000 Charts-Einheiten Rückstand auf den zweiten Platz mit ihrem Album "Evolve".

03.07.2017 14:04 • von Frank Medwedeff
Vor allem dank Streams neuer Tabellenführer: DJ Khaled (Bild: Sony Music)

DJ Khaled katapultiert sich mit seinem Album Grateful" in den US-Longplay-Charts von null auf eins. Nielsen Music registrierte dafür in der aktuellen Erhebungswoche (bis einschließlich 29. Juni) 149.000 Charts-Einheiten. Allein 81.000 Units resultieren dabei aus den eingerechneten gut 121 Millionen On-Demand-Streamings von Songs des Albums; an traditionellen Albumverkäufen stehen lediglich 50.000 zu Buche.

"Grateful" enthält Hitsingles wie I'm The One" (mit Justin Bieber, Quavo, Chance the Rapper und Lil Wayne) oder Wild Thoughts" (mit Rihanna und Bryson Tiller). Zum Aufgebot an Gaststars auf dem Longplayer gehören zudem auch Beyoncé, Jay Z, Drake, Alicia Keys, Nicki Minaj und Calvin Harris. Dies ist das zweite Nummer-eins-Album DJ Khaleds nach "Major Key" 2016 - und insgesamt bereits das siebte Album des Produzenten und DJs aus Miami in den Top Ten der Billboard 200.

Imagine Dragons schwingen sich mit Evolve" in dieser Woche von null auf zwei und verpassen mit 147.000 Units (davon 109.000 verkauften Alben) die Pole Position nur um rund 2000 Einheiten. Mehr Gesamteinheiten mit einem Rockalbum als die Band aus Las Vegas erzielten zuletzt Metallica im Dezember 2016 mit Hardwired (282.000).

Hinter "Evolve", dem mittlerweile dritten Top-Ten-Album von Imagine Dragons, hält Kendrick Lamar mit Damn (59.000 Wocheneinheiten) seinen dritten Platz.

Wiedereinsteiger auf Rang vier ist mittels 52.000 Units (darunter 48.000 Albumverkäufen) der neu aufgelegte und abgemischte Klassiker Purple Rain" von Prince & The Revolution. Das Album zum gleichnamigen Kinofilm stand im ursprünglichen Erscheinungsjahr 1984 24 Wochen lang ganz oben in den US-Charts. Laut Warner Bros. Records habe Prince das Remastering seines erfolgreichsten Longplayers vor seinem Tod im Jahr 2016 noch selbst überwacht und abgesegnet.

"Pretty Girls Like Trap Music", das aktuelle Album des Rappers 2 Chainz, rutscht in dieser Woche von Platz zwei auf fünf ab (43.000 Einheiten). Die Alternative-Rockband 311 bringt ihr neues Werk "Mosaic" direkt auf Rang sechs unter (39.000) und kann sich über ihr zehntes Album ihrer Karriere in den Top 10 freuen.

Ed Sheerans ÷ (Divide)" belegt unverändert Platz sieben (36.000 Einheiten), während Drake mit More Life" (34.000) von sechs auf acht zurückfällt. Bruno Mars klettert mit 24K Magic" (32.000) um eine Position auf die Neun; und von 15 auf zehn steigern kann sich der Soundtrack zu "Moana" (29.000 Units), nachdem der Film in der ausgewerteten Woche erstmals auf Netflix verfügbar war.

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