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US-Charts: Klarer Sieg von Katy Perry

In den US-Longplaycharts sichert sich Katy Perry mit "Witness" mit weitem Abstand vor Kendrick Lamar die Pole Position und feiert ihr drittes Nummer-eins-Album. Zwei zuletzt in den Top 10 geführte Compilations fallen nach Regeländerungen ganz aus den Charts.

19.06.2017 13:08 • von Frank Medwedeff
Hängt die Konkurrenz deutlich ab: Katy Perry (Bild: Universal Music)

Katy Perry katapultiert sich in den US-Longplaycharts von null auf eins: Die Chartsermittler von Nielsen Music zählten für ihr Album Witness" in der aktuellen Erhebungswoche (bis einschließlich 15. Juni) 180.000 sogenannte "Equivalent Album Units", darunter 162.000 verkaufte Exemplare (physisch oder als Download). Es ist für Perry ihre dritte Nummer eins nach ihren Triumphen mit Teenage Dream" (2010) und Prism" (2013). An Chartseinheiten und Verkäufen erzielt die Kalifornierin die höchsten Wochenwerte einer Solokünstlerin seit November 2016, als Lady GaGa mit Joanne" auf 201.000 Units und 170.000 verkaufte Kopien kam.

Katy Perry löst an der Tabellenspitze Halsey ab, die in der vergangenen Woche mit Hopeless Fountain Kingdom" die Nase vorn hatte. Somit haben laut "Billboard" erstmals zwei Frauen in Folge das Chartszepter in der Hand seit in den Hitlisten von Anfang April 2016 hintereinander Rihanna mit Anti" und Gwen Stefani mit This Is What The Truth Feels Like" die Führungsposition übernahmen.

Rang zwei belegt aktuell wie in der Vorwoche Kendrick Lamars Damn-Album (69.000 Einheiten). Der Longplayer des HipHop-Stars ist seit neun Wochen in den US-Charts präsent - und zwar ununterbrochen auf dem Podium.

Die Neo-Soul-Sängerin und Songschreiberin SZA landet mit ihrem Album "Ctrl" (Kurzform von "Control") als Neuzugang direkt auf dem dritten Platz. Von ihren 60.000 Wocheneinheiten resultieren allein 33.000 aus einberechneten 49,52 Millionen Streams von Songs des Albums.

Nach der Startwoche ihres neuen Werks Heart Break" setzen sich Lady Antebellum anhand von 53.000 Einheiten (davon 47.000 verkauften Kopien) sofort auf Platz vier. Dies ist bereits das siebte Top-10-Album für das Country-Trio in den Billboard 200.

Mit diesmal jeweils rund 41.000 Einheiten verbessern sich Drake mit More Life" und Ed Sheeran mit ÷ (Divide)" jeweils um eine Stelle auf die Ränge fünf und sechs. Auf Platz sieben findet sich die Nummer eins von letzter Woche, Halseys erwähntes Album "Hopeless Fountain Kingdom" (33.000). Ebenfalls 33.000 Einheiten reichen hingegen Bruno Mars, um mit 24K Magic" von zehn auf acht zu klettern.

Rise Against rocken sich mit Wolves" von null auf neun (29.000 Units) und haben in ihrer Bandgeschichte nun schon das fünfte Top-10-Album auf der Haben-Seite. Ebenfalls rund 29.000 Units bringen Post Malone mit "Stoney" von Rang zwölf auf zehn voran.

Die beiden Compilations "Epic AF" und "Summer Latin Hits", letzte Woche noch auf den Rängen drei und acht geführt, finden sich im Zuge einer Änderung der Charts-Regularien gar nicht mehr in der Rangliste der 200 erfolgreichsten US-Alben: Für Compilations mit diversen Interpreten zählen nämlich Streamings und auch Downloads einzelner Tracks nun nicht mehr mit - es sei denn, es handelt sich um thematische Zusammenstellungen von Alben mit verschiedenen Künstlern mit extra für diese Kopplungen aufgenommenen Stücken. Diese Maßnahme soll offensichtlich verhindern, dass einzig massive Streamings einzelner Hitsingles Kopplungen in hohe Chartsregionen hieven, die Plattenfirmen um solche Hits im Eilverfahren herum stricken und mit Titeln füllen, die in Wirklichkeit kaum öffentliches Interesse wecken.

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