Events

Jury für Anchor Award steht

Am 7. Juni ging die New York Edition des Reeperbahn Festivals mit einem Showcase-Abend zu Ende. Davor stellte Starproduzent Tony Visconti, der Jury-Vorsitzende für den Anchor Award 2017, die übrigen diesjährigen Jurymitglieder vor.

09.06.2017 14:26 • von Frank Medwedeff
Wählen den Anchor-Preisträger 2017 aus (von links): die Jurymitglieder Huw Stevens (BBC Radio 1), Valeska Steiner und Sonja Glass (beide Boy), Emily Haines (Metric) und Tony Visconti (Bild: Caroline Dorn)

Am 7. Juni ging die New York Edition des Reeperbahn Festivals mit einem Showcaseabend im berühmten Club Pianos auf der Lower East Side zu Ende. Davor hat Starproduzent Tony Visconti, der Jury-Vorsitzende für den Anchor Award, auf einer internationalen Pressekonferenz die übrigen Jurymitglieder für die Preisverleihung vorgestellt, die im Rahmen des diesjährigen Reeperbahn Festivals vom 20. bis 23. September in Hamburg stattfinden wird.

Neben Visconti, der bereits 2016 Miglied der Anchor-Jury war, werden Valeska Steiner und Sonja Glass, die zusammen das Duo Boy bilden, Shirley Manson (Garbage), Emily Haines (Metric, Broken Social Scene) und Radiomann Huw Stephens (BBC Radio 1) die acht Wettbewerbsbeiträge beim Reeperbahn Festival 2017 bewerten. Garbage-Sängerin Shirley Manson konnte als einzige Jurorin nicht vor Ort sein, schickte aber eine Videobotschaft aus Schottland, wo sie den 80. Geburtstag ihres Vaters feierte.

Visconti sieht es als seine Verantwortung an, sich bei einem Wettbewerb wie dem Anchor zu engagieren. Er sei auf der Suche nach Künstlern mit Alleinstellungsmerkmal, die dem Trend der aktuellen Musikwirtschaft, überwiegend Künstlern und Bands den Vorzug zu geben, die wie jemand erfolgreiches anderes klingen, entgegenzuwirken. Metric-Sängerin Emily Haynes pflichtete ihm bei:"Heute kann man alles fälschen. Was man nicht faken kann, ist eine fantastische Performance".

Der schwedische Singer-Songwriter Albin Lee Meldau, der 2016 mit dem ersten Anchor Reeperbahn Festival International Music Award ausgezeichnet wurde, trat am Mittwochabend neben Carnival Youth (Lettland), Leyya (Österreich), Olivier St. Louis (USA), Megan Bonnell (Kanada), We Bless This Mess (Portugal) und Lydmor (Dänemark) im Rahmen des Reeperbahn Festival Showcases auf.

Das Programm präsentierte der US-Medienpartner Consequence of Sound und bot dabei den Mitreisenden der Reeperbahn Festival Delegation die Möglichkeit, ihre Künstler potenziellen amerikanischen Geschäftspartnern live on stage nahe zu bringen.

Die europäische Delegation des Reeperbahn Festivals, die sich mit 24 Repräsentanten aus 18 Unternehmen (Label, Management, Distribution, Exportbüro etc.) im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt habe, blickt auf eine ereignisreiche Woche zurück: Neben den A2IM Libera Awards im Playstation Theater am Times Square und dem Besuch des Northside Festivals in Brooklyn hoben die Teilnehmer die effizienten, maßgeschneiderten Einzelmeetings mit den Mitgliedsunternehmen des US-Indieverbands A2IM hervor.

Désirée Vach (Snowhite/INgrooves Music Group), bilanzierte: "Als Teilnehmerin der Reeperbahn Festival Delegation hat man sehr gute Möglichkeiten, neue internationale Kontakte in kurzer Zeit kennenzulernen. Es gibt sehr gut kuratierte Workshops und Panels, die ich in so hoher Qualität nur vom Reeperbahn Festival selbst kenne. Der Independent-Gedanke wird hier mit sehr viel Liebe in der Programmauswahl und der Gestaltung des Tagesablaufs gepflegt. Alle TeilnehmerInnen sind offen und es ergeben sich ab dem ersten Tag spannende Synergien, Gespräche und Kontakte."

Und auch A2IM-President Richard Burgess sprach von einer fruchtbaren Zusammenarbeit: "Die Kooperation mit dem Reeperbahn Festival hat unseren Mitgliedern neue Kontakte im Musikbusiness nach Europa gebracht und uns die Gelegenheit gegeben, aufstrebende Künstler live vorzustellen. Wir freuen uns darauf, unsere Beziehung 2018 auszuweiten".