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UK-Charts: Ed Sheeran nur noch bei den Alben Erster

In den UK-Longplaycharts behauptet Ed Sheeran die Tabellenspitze vor der wiedervereinigten Dancepop-Formation Steps. Bei den Singles muss er hingegen Clean Bandit im Verbund mit Zara Larsson ziehen lassen.

02.05.2017 15:23 • von Frank Medwedeff
Weiterhin der Regent bei den Alben: Ed Sheeran (Bild: Greg Williams)

In den UK-Longplaycharts behauptet Ed Sheeran mit ÷ (Divide)" einmal mehr die Tabellenspitze. Die Official Charts Company zählte in der aktuellen Erhebungswoche rund 16.000 kombinierte Chartseinheiten Vorsprung auf die wiedervereinigte Dancepop-Formation Steps, die mit "Tears On The Dancefloor", ihrem ersten Album mit ausschließlich neuem Songmaterial seit mehr als 15 Jahren, von null auf zwei springt. An dritter Stelle verweilt der Rag'n'Bone Man mit Human".

Kendrick Lamar geht mit Damn, seinem Spitzenreiter aus den USA, um zwei Plätze nach unten auf vier. Für den zweithöchsten Neueinstieg der Woche sorgt auf Rang fünf die irische Sängerin und Songschreiberin Imelda May, die mit "Life Love Flesh Blood" ihr drittes Top-10-Album im Vereinigten Königreich verbucht. Bereits ihren achten Longplayer in die Top 10 bringt die schottische Band Texas um Sängerin Sharleen Spiteri: Ihr neues Werk Jump On Board" debütiert auf Position sechs.

Drake bewegt sich folglich mit More Life" von vier auf sieben abwärts. An achter Stelle neu dabei ist die Metalcore-Truppe While She Sleeps aus Sheffield, die mit dem Slogan You Are We" den Zusammenschluss mit den Fans propagiert und dafür den Lohn in Form der ersten Top-10-Notierung in der Heimat einfährt.

Der "Moana"-Soundtrack (von sieben auf neun) schlittert ebenso um zwei Ränge runter wie Ed Sheerans x"-Album (von acht auf zehn).

Direkt unter die Top 20 gelangen Maximo Park mit Risk To Exist" auf Rang elf, Ray Davies und sein Americana"-Album (15) sowie David Bowie mit dem Konzertmitschnitt "Cracked Actor - Live In Los Angeles 74" (20). Die ungebrochene Popularität des Anfang 2016 verstorbenen Popstars manifestiert sich auch mit einem weiteren Neueinstieg: "Bowpromo", die Wiederveröffentlichung eines raren Promo-Albums aus dem Jahr 1971 mit Demos von Bowie (hauptsächlich zu Songs des "Hunky Dory"-Albums") und von seiner damaligen Mainman-Labelkollegin Dana Gillespie taucht auf Platz 38 auf. Beide eingestiegenen Bowie-Veröffentlichungen kamen zum Record Store Day heraus.

Wie die Official Charts Company bestätigt ist Bowie auch der erfolgreichste Act in punkto verkaufter Sonderveröffentlichungen in der zehnjährigen Geschichte des Record Store Days.

In den UK-Singlescharts verliert Ed Sheeran mit seinem Hit Shape Of You", der insgesamt 14 Wochen an der Spitze stand, die Pole Position: Von  zwei auf eins steigt hier die britische  Elektropopformation Clean Bandit mit Symphony", einer Kollaboration mit der schwedischen Sängerin Zara Larsson. Für Clean Bandit ist das hier die dritte Nummer eins nach Rather Be", ihrem Hit von 2014 mit Jess Glynne, und Rockabye" (mit Sean Paul und Anne-Marie), dem Spitzenreiter zu Weihnachten 2016, der insgesamt neun Wochen lang die UK-Hitliste anführte.   Ed Sheeran belegt nun mit "Shape Of You"  Rang zwei und zudem mit Galway Girl" auch weiterhin die dritte Position.  Harry Styles (Vierter mit Sign Of The Times") und Drake (Fünfter mit Passionfruit") bewegen sich ebenfalls nicht von der Stelle.   Zwei Titel schaffen es  frisch in die Top 10: Swalla" von Jason Derulo in Kombination mit Nicki Minaj und Ty Dolla $ign verbessert sich von 15 auf sechs, und There's Nothing Holdin' Me Back" von Shawn Mendes ist höchster Neueinsteiger auf Platz sieben.   Die ersten Zehn komplettieren Martin Jensens Solo Dance" (unverändert auf acht), Something Just Like This" von den Chainsmokers & Coldplay (von sieben auf neun) sowie Kendrick Lamars Humble (von sechs auf zehn).   Alle Charts von MusikWoche im Überblick finden Abonnenten hier.