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US-Charts: Kendrick Lamar bleibt klar vorn

In den US-Longplaycharts verteidigt Kendrick Lamar mit "Damn." souverän die Führung. Sein Wochenergebnis liegt zwar um 60 Prozent unter dem Wert der Vorwoche, ist aber immer noch das viertbeste aller Alben in diesem Jahr.

02.05.2017 12:13 • von Frank Medwedeff
Hält sich die Konkurrenz vom Leib: Kendrick Lamar (Bild: Christian San Jose)

In den US-Longplaycharts verteidigt Kendrick Lamar mit Damn souverän die Führung. Sein Ergebnis von diesmal 239.000 Chartseinheiten liegt zwar um 60 Prozent unter dem Rekordwert der Vorwoche (603.000), bedeutet aber immerhin die vierthöchste Wochenzahl an "Equivalent Album Units" aller Longplayer in diesem Jahr. Außer Lamar selbst mit der genannten Bestmarke erzielten 2017 laut Nielsen Music bislang nur Drake mit More Life" (505.000 Units) und Ed Sheeran mit ÷ (Divide)" (451.000) jeweils in der Startwoche ein höheres Resultat als jetzt der Starrapper in der zweiten Erhebungswoche von "Damn.". Mit 136.000 Einheiten entfällt das Gros von Lamars aktueller Zahl auf eingerechnete Streamings von Stücken des Albums. Die Anzahl der verkauften Alben (physisch und digital zusammen) betrug in der am 27. April zu Ende gegangenen Erhebungswoche 89.000; 14.000 Units haben eingerechnete Downloads einzelner Tracks ausgemacht.

Drakes "More Life" verbessert sich in dieser Woche von Platz drei auf zwei (77.000 Einheiten). Und auch für Ed Sheeran und seinen internationalen Albumrenner "÷ (Divide)" (55.000) geht es in den Vereinigten Staaten wieder um eine Stelle nach oben auf die Drei.

Die kalifornische Rockband Incubus greift mit ihrem Longplayer Nummer 8" auf Rang vier ins Geschehen ein (52.000 Units, davon 49.000 verkaufte Alben) und stellt damit den höchsten Neuzugang der Woche.

Bruno Mars klettert mit gut 42.000 Einheiten von 24K Magic" von sieben auf fünf und drängt The Chainsmokers und deren Memories (ebenfalls 42.000 Units) um eine Stelle zurück auf die Sechs. Auch um eine Rangstufe abwärts auf die Sieben rutscht der "Moana"-Soundtrack (40.000).

Mit Guardians Of The Galaxy Vol entert ein weiterer Soundtrack die US-Longplaycharts auf Rang acht. Fast die gesamten 34.000 Einheiten des Albums resultieren aus Verkäufen des gesamten Longplayers in digitaler Form. Da die Veröffentlichung auf CD erst am 28. April erfolgte - und damit nach Ende der aktuellen Erhebungswoche - und der Filmstart von "Guardians Of The Galaxy Vol. 2" in den US-Kinos erst am 5. Mai ansteht, prophezeit "Billboard" dem Soundtrack noch beste Steigerungsmöglichkeiten in den nächsten Wochen. Schließlich war Guardians Of The Galaxy: Awesome Mix Vol 2014 eine Nummer eins in der US-Albumhitliste - und das erste Filmmusik-Album mit lauter schon zuvor veröffentlichten Songs, das die Spitze der Billboard 200 erklomm. Die Gesamtverkaufszahl des ersten "Guardians"-Soundtracks bis heute in den USA beziffert Nielsen Music auf 1,75 Millionen.

Future fällt mit seinem gleichnamigen Album in dieser Woche um eine Position zurück auf neun (34.000) während The Weeknd mit Starboy" (33.000) von 14 auf zehn vorankommt.

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