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O-Ton Jens Michow: "Der LEA bietet ein ansonsten kaum zu erlebendes Liveprogramm"

Seit der ersten LEA-Verleihung ist Jens Michow für die jährliche Gala der Livebranche verantwortlich. Im Gespräch mit MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger spricht der bdv-Präsident und Geschäftsführer des LEA-Committees über die Neuerungen bei der Show und die Nähe zum Echo.

31.03.2017 12:49 • von Jonas Kiß
Will langfristig mit dem LEA in Frankfurt bleiben: Jens Michow (Bild: Klaus Westermann)

Seit der ersten LEA-Verleihung ist Jens Michow für die jährliche Gala der Livebranche verantwortlich. Im Gespräch mit MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger spricht der bdv-Präsident und Geschäftsführer des LEA-Committees über die Neuerungen bei der Show und die Nähe zum Echo.

Was sind die wichtigsten Neuerungen beim LEA in diesem Jahr?

Das ist vor allem ein gänzlich neues Bühnendesign. Unsere Partner bright! und Deutschlands renommiertester Lichtdesigner Jerry Appelt haben dabei viele neue aufwändige technische Details umgesetzt. Das Bühnenkonzept basiert auf über 45 einzeln fahrbaren Elementen, die teils mit Projektionen bespielbar sind und teils aus LED-Wänden bestehen. Dabei wird die Position der Elemente mit modernster Motiontracking-Technologie live im 3D -Raum aufgezeichnet und für die Erstellung von Live-Videoinhalten genutzt. Das gewährleistet eine extreme Wandelbarkeit der Bühne, die von kleinen, intimen Inszenierungen bis hin zu Auftritten mit großem Orchester die gesamte Bandbreite abdecken.

Ergänzt wird die Bühnengestaltung durch ein fahrbares Licht-Set-Up, das der Formensprache der Bühne folgt. Hierbei kommen innovative PRGXL-Video-Eigenentwicklungen sowie erstklassige State-of-the-Art-Technologien zum Einsatz. Insgesamt werden über 250 Quadratmeter hochauflösende LED-Flächen, über 800 intelligente Lampen und 520.000 ANSI-Lumen an Projektionsoutput verbaut. bright! und Jerry Appelt kreieren in enger Abstimmung mit PRG XL Video damit zum dritten Mal in Folge die Bühne für den PRG LEA. Zum zweiten Mal werden auch diesmal alle Einspielmusiken bei LEA live dargeboten. In diesem Jahr geschieht dies erstmalig durch die Helmut Zerlett Band, die bekanntlich acht Jahre die "Harald Schmidt Show" musikalisch begleitet hat.

Welche Idee steckt hinter dem Livestream? Ist das der erste Schritt weg von einem B2B-Event hin zu einer Publikumsveranstaltung?

Nein, der LEA wird auch zukünftig an allererster Stelle ein Branchenevent bleiben. Aber das heißt ja keineswegs, dass sich das Veranstaltungspublikum und damit die breite Öffentlichkeit nicht dafür interessieren. Im Übrigen bietet der LEA doch jedes Jahr ein interessantes und in dieser Form ansonsten kaum zu erlebendes Liveprogramm. Die Zielsetzung des LEA ist es doch, einmal im Jahr die Macher hinter den Künstlern der Öffentlichkeit zu präsentieren und zu zeigen, wem sie ihr Eintrittsgeld anvertrauen. Das machen wir nun mit dem Livestream erstmals in voller Breite und Länge möglich.

Auch dieses Jahr kommt es zu einer LEA-meets- Echo-Woche. Richtig glücklich können Sie doch da rüber nicht sein, oder?

Nein, darüber sind wir und wohl auch die Veranstalter des Echo durchaus nicht glücklich. Aber die Terminierung beider Veranstaltungen unterliegt nun mal verschiedenster Zwänge - wir sind an die Termine der beiden Leitmessen Prolight&Sound und Musikmesse gebunden - der Echo an die Termine seines Fernsehpartners und auch der Messe Berlin. Da gibt es leider auf beiden Seiten kaum Spielräume.

Das vollständige Interview, in dem Michow auch über die Beteiligung von österreichischen und schweizerischen Nominierten sowie die Gewichtung der LEA-Jury spricht, lesen Abonnenten in MusikWoche Heft 13/2017, im Livepaper oder .