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Fokus ILMC: Die Verschiebung in die Wochenmitte sorgte für Gesprächsstoff

Mit 1100 Fachbesuchern war die International Live Music Conference (ILMC) erneut ausverkauft. Über viele neue Themen hatten die Teilnehmer erstmals selber abgestimmt. Das bewirkte unter anderem einen höheren Frauenanteil bei den Panels.

17.03.2017 09:57 • von Jonas Kiß
In London vor Ort (von links): Florian Dittrich (Semmel Concerts), Baris Basaran (SSC), Hilde Spille und Rob Berends (beide Paperclip Agency) (Bild: Olaf Furniss)

Mit 1100 Fachbesuchern war die International Live Music Conference (ILMC) erneut ausverkauft. Über viele neue Themen hatten die Teilnehmer erstmals selber abgestimmt. Das bewirkte unter anderem einen höheren Frauenanteil bei den Panels.

Eines der am stärksten diskutierten Themen bei der 29. ILMC war die Verschiebung der Branchentreffs von Donnerstag bis Sonntag auf nun Mittwoch bis Freitag. "Wir haben unsere Besucher vom vergangenen Jahr abstimmen lassen und 86 Prozent haben geantwortet, dass sie einen Termin in der Wochenmitte wollten oder dass es ihnen egal wäre", sagte Greg Parmley, der die Veranstaltung 2014 vom ILMC-Gründer Martin Hopewell übernommen und den Branchentreff seitdem umgestaltet sowie verjüngt hat. Vor Ort ergab sich jedoch ein gemischtes Bild: Vor allem britische Delegierte kritisierten die Verlegung.

Ivana Dragila, Online Content Manager EPS Holdings, wog im Gespräch mit MusikWoche das Für und Wider ab: "Der neue Termin war einerseits eine gute Entscheidung, weil der Event damit an einem Wochentag aufhört. Andererseits muss man sich jetzt auch noch gleichzeitig um das Tagesgeschäft kümmern. Dennoch lohnt es sich hier zu sein, weil man die Leute trifft, zu denen man sonst nur über E-Mail Kontakt hat." Im Gespräch mit MusikWoche versprach Parmley, die Teilnehmer erneut abstimmen zu lassen, ob es 2018 bei der Verschiebung in die Wochenmitte bleiben soll. Auch bei anderen Themen können sich die ILMC-Besucher verstärkt selber mit einbringen. Bereits in diesem Jahr hatte Parmley 50 weibliche Schlüsseldelegierte gefragt, wie die ILMC ihre Interessen besser berücksichtigen könnte. "Sie wollten einen fairen Anteil bei den Panelisten, worauf wir dann auch hingearbeitet haben."

Der weibliche Sprecheranteil wächst

Auch wenn nur etwas über 30 der insgesamt 110 Sprecher und Moderatoren Frauen waren, so ist das doch ein beachtlicher Fortschritt im Vergleich zu früheren Ausgaben, als Männer über 50 die Mehrheit bei den Panels stellten. Parmely hatte die Fachbesucher im Vorfeld auch zu neuen Themensträngen befragt, woraus schließlich eigene Events für Festivals am ILMC-Mittwoch und Spielstätten am Donnerstag resultierten. Spannend waren auch die Runden im regulären Konferenzprogramm.

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