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Verliert Comedy an Strahlkraft?

Das Comedy-Segment gehört nach wie vor zu den großen Umsatzbringern. Doch der Markt ist angesichts einer zunehmenden Digitalisierung und schwindender TV-Flächen im Umbruch. MusikWoche fragte Experten nach der Entwicklung im Comedy-Geschäft und worin sie die größten Herausforderungen sehen.

21.03.2017 16:17 • von Jonas Kiß
Tritt vor ausverkauften Häusern auf: Comedy-Star Luke Mockridge bei seiner "I'm Lucky, I'm Luke"-Tour (Bild: Brainpool/Willi Weber)

Das Comedy-Segment gehört nach wie vor zu den großen Umsatzbringern. Doch der Markt ist angesichts einer zunehmenden Digitalisierung und schwindender TV-Flächen im Umbruch. MusikWoche fragte Experten nach der Entwicklung im Comedy-Geschäft und worin sie die größten Herausforderungen sehen.

"Der Umbruch ist tatsächlich massiv vorhanden", sagt Wolfgang Teschner, Geschäftsführer Panta Management und Manager des überaus erfolgreichen Comedians und Puppenspielers Sascha Grammel. Er pflichtet bei, dass die Gründe für diesen Umbruch in kleiner werdenden TV-Flächen und Digitalisierung zu suchen sind. "Besonders im Bereich der Bildtonträger macht die Digitalisierung den allermeisten Acts sicher zu schaffen. Durch die fehlenden TV-Flächen ist es aber ebenso relativ schwer geworden, den guten Nachwuchs an das Publikum heranzuführen."

Zwar helfe die digitale Welt auch beim Aufbau von neuen Künstlern, doch sei dies gerade für Nachwuchs ein sehr langfristiges Unterfangen, betont Teschner. "Es wird also drauf ankommen, auf welche Art in Zukunft Comedy überhaupt an die Frau und den Mann gebracht werden kann. Welche Wege sind erfolgversprechend ? Streaming? YouTube? Netflix? Die harte Tour durch Live-Clubs?"

Was Sandra Bromba (Spassgesellschaft/ Sony Music), Thore Vollert (Studio Hamburg), Alexander Stelkens (WortArt), Benjamin Wahlert (Polydor/Island / Universal Music) und Ralf Ehrhardt (MTS Live) zum Thema sagen, lesen Abonnenten in MusikWoche Heft 10/2017, im Livepaper oder .