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Sony Music legt im Weihnachtsquartal operativ zu

Trotz des starken Ergebnisses im Vorjahreszeitraum legte Sony Music im Quartal bis Ende Dezember operativ um fast sechs Prozent zu. Während Streaming kräftig wächst, verliert der Konzern physischen rund ein Viertel seiner Umsätze. Als Bestseller reichen Pentatonix offenbar nicht an Adele heran.

02.02.2017 11:39 • von
Lieferte im umsatzstarken Weihnachtszeitraum den weltweiten Bestseller von Sony Music: die Vokalformation Pentatonix, hier im Herbst 2015 auf der Bühne der Eisbachstudios in München bei der Sony-Music-Veranstaltung Laut in München (Bild: MusikWoche)

Trotz des starken Ergebnisses im Vorjahreszeitraum - damals profitierte man unter anderem davon, sich im US-Musikmarkt um Vermarktung und Vertrieb von Adele und deren Millionenseller 25" zu kümmern - legte Sony Music im jüngsten Fiskalquartal bei den operativen Erträgen auf Dollar-Basis um fast sechs Prozent zu. Das belegt die Bilanz des Sony-Konzerns für die drei Monate von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2016, zugleich das dritte Quartal des laufenden Sony-Geschäftsjahres.

Auf Yen-Basis allerdings weist der japanische Sony-Konzern für seine Musiksparte zunächst ein Umsatzminus von 1,8 Prozent aus, bereinigt um Währungseinflüsse fiel allerdings ein Umsatzplus von vier Prozent an. Die operativen Erträge wuchsen auf Yen-Basis im Vorjahresvergleich um 2,4 Prozent.

Auf Dollar-Basis fuhr Sony Music in den drei umsatzträchtigen Monaten vor dem Jahreswechsel 1,539 Milliarden Dollar ein, nach 1,510 Milliarden Dollar im Vergleichszeitraum des vorherigen Geschäftsjahres ein Zuwachse von rund zwei Prozent. Operativ aber wuchsen die Erträge von 228 Millionen Dollar im letzten Quartal des Kalenderjahres 2015 auf nunmehr 241 Millionen Dollar.

Als Bestseller weist der Sony-Konzern Pentatonix mit A Pentatonix Christmas" aus, gefolgt von Leonard Cohen mit You Want It Darker" und der japanischen Girl Group Nogizaka46, benannt nach dem Firmensitz von Sony Music Entertainment im Heimatmarkt des Mutterkonzerns. Dann folgen nach Umsätzen bereits die Chainsmokers mit ihren gesammelten Singles. Hier macht sich der Adele-Effekt des Vorjahres eher negativ bemerkbar - und schlägt sich auch beim Blick auf die Entwicklung der Formate nieder:

Während Streaming kräftig wächst, verliert der Konzern im physischen Bereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rund ein Viertel seiner Umsätze. So nahm Sony Music im Weihnachtsquartal 2015 noch fast 60 Millionen Yen mit dem Verkauf von Tonträgern ein, im nun abgelaufenen Berichtszeitraum waren es nur noch knapp 45 Millionen Yen. Auch die Downloadumsätze brachen von 24,7 Millionen Yen auf 14,7 Millionen Yen kräftig ein. Die Einnahmen aus der Vermarktung von Musik über Streamingdienste kletterten hingegen von 31,2 Millionen Yen im Vorjahreszeitraum auf nunmehr gut 40,6 Millionen Yen.

Damit stellte Streaming im Weihnachtszeitraum anders als in den beiden vorherigen Quartalen nicht den größten Umsatzbringer der Sony-Musiksparte.