Unternehmen

Leonard Cohen gestorben

Leonard Cohen ist tot. Der einflussreiche Sänger, Songwriter und Lyriker aus Kanada verstarb bereits am 7. November im Alter von 82 Jahren in Los Angeles. Er hinterlässt ein Werk, das viele Generationen nachhaltig inspirierte.

11.11.2016 07:56 • von Norbert Schiegl
Mit 82 Jahren verstorben: Leonard Cohen (Bild: Dominique Issermann)

Leonard Cohen ist tot. Der einflussreiche Sänger, Songwriter und Lyriker aus Kanada verstarb letzte Nacht im Alter von 82 Jahren in Los Angeles. Er hinterlässt ein Werk, das viele Generationen nachhaltig inspirierte.

Am 21. Oktober erschien Leonard Cohens 14. und letztes Studioalbum, You Want It Darker", das weltweit von Fans und Kritikern gefeiert wurde und sich in den deutschen Charts auf Rang fünf platzierte. In den Texten der acht Songs schien sich der Künstler bereits aufs seinen Tod vorzubereiten.

Der 1934 in Montreal geborene Sänger und Songwriter wurde ab Ende der 60er Jahre mit Alben wie "Songs Of Leonard Cohen" (1967) und "Songs From A Room" (1969) einer der prägenden Künstler der Alternativkultur in den USA. Zu seinen bekanntesten Songs zählen Nummern wie "Hallelujah", "So Long, Marianne", "First We Take Manhattan (Then We Take Berlin)" und "Suzanne".

Zählt man alle Best-Ofs und Livemitschnitte hinzu, konnte Leonard Cohen seit 1972 insgesamt 21 Alben in den deutschen Charts platzieren.

Der kanadische Schriftsteller, Komponist und Sänger Leonard Norman Cohen wird am 21. September 1934 in Westmount, einem Vorort von Montreal, als Kind eines jüdischen Textilfabrikanten geboren. Mit 13 beginnt er, Gitarre zu spielen. Als Student an der McGill-Universität gründet er im Alter von 17 Jahren das Country-Trio Buckskin Boys. Cohens eigentliches Ziel ist es jedoch, Schriftsteller zu werden. 1956, noch vor Beendigung des Studiums, erscheint ein erster Gedichtband mit dem Titel "Let Us Compare Mythologies" in einer Erstauflage von 500 Exemplaren. Mit "The Spice-Box Of Earth" gelingt es ihm 1961, international Aufmerksamkeit zu erregen. Von da an veröffentlicht der junge Autor regelmäßig, reist ausgiebig und zieht schließlich nach Europa, wo er sich auf der griechischen Insel Hydra niederlässt.

Nachdem die amerikanische Folksängerin Judy Collins erfolgreich Lieder von Cohen interpretiert hat (unter anderem auch "Suzanne"), kehrt der Dichter 1967 in die USA zurück. Er wählt das Chelsea Hotel in New York zu seinem neuen Domizil und verlegt sich nunmehr auf das Schreiben schöngeistiger Lieder, die er mit monotoner Stimme zur Gitarre vorträgt.

Im selben Jahr entdeckt ihn der Produzent John A. Hammond auf dem Newport Folk Festival, und bald darauf erscheint das Debütabum, "Songs Of Leonard Cohen" (1967), das zu einem großen Erfolg wird. Mit dem Nachfolger "Songs From A Room" (1969) kann sich Cohen vollends als Songschreiber etablieren.