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Universal Music plant mit Connor, Wehland und Schweighöfer

Als President Music versprach Tom Bohne kürzlich bei der Vertriebstagung Universal Inside "ein echtes Feuerwerk". Damit meinte Bohne die vielen Auftritte namhafter Künstler, aber auch die anstehenden Veröffentlichungen.

06.10.2016 11:32 • von Jonas Kiß
Auf dem Weg an die Bar (von links): Jörg Heinrich (Public Image), Frank Engel (Labelhead PIL & Senior Director Marketing), Henning Wehland, Tom Bohne (President Music), Senior Product Manager Benjamin Wahlert und Kira Wehland (Bild: Stefan Höderath)

"Der Album-Markt wird dominiert von Domestic-Künstlern", sagte Tom Bohne bei seinem Auftritt vor den zahlreichen Handels- und Medienpartnern auf der Bühne der Mercedes-Benz Arena in Berlin. Der Singles-Markt sei hingegen "absolut international dominiert". Daran werde sich aller Wahrscheinlichkeit nach nur wenig ändern: "Die gute Nachricht: Universal Music ist in allen diesen Teilbereichen Marktführer - und das werden wir auch bleiben."

Angesichts der bei Universal Music noch für das laufende Jahr geplanten Alben - Bohne versprach Neuerscheinungen von mindestens 15 Künstlern, die zuvor bereits Verkaufszahlen auf Platin- oder Gold-Niveau vorweisen konnten - sei er sich sicher, dass das Unternehmen bis zum Jahresende nach Marktanteilen bei Alben und Singles noch kräftig zulegen könne.

Dazu beitragen soll unter anderem die künstlerische Kooperation von Sarah Connor und Henning Wehland: Tom Bohne spielte in Berlin noch eine Demo-Version der gemeinsame Single Bonnie & Clyde" vor, seit dem 23. September ist das fertig produzierte Duett auf den einschlägigen Plattformen verfügbar. Der Song dient laut Bohne als gemeinsame Lead-Single für gleich zwei Alben. Dabei handelt es sich zum einen um eine Neuauflage von Muttersprache" und zum anderen um das erste Soloalbum von Henning Wehland, "Der Letzte an der Bar".

"Muttersprache" auf Millionenkurs

Mit Muttersprache", ihrem ersten deutschsprachigen Album, schaffte Sarah Connor bei der Veröffentlichung im Mai 2015 den Sprung auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Charts und erreicht inzwischen Dreifach-Platin. Am 4. November veröffentlicht Universal Music über Polydor nun eine Special Deluxe Version des Longplayers, angereichert um sechs neue Titel. Dazu gehört neben der Single "Bonnie & Clyde" unter anderem auch ein Duett der Künstlerin mit dem Jazzsänger Gregory Porter. Ende November erscheint zudem mit "Muttersprache - Live von den Filmnächten am Elbufer" eine Live- DVD und -CD von Sarah Connor, die ihren Auftritt in Dresden vom 11. August 2016 dokumentiert.

Parallel zur Wiederveröffentlichung von "Muttersprache" gelangt ebenfalls am 4. November über die Repertoiredivision Polydor/Island "Der Letzte an der Bar" von Henning Wehland in den Handel. Wehland, Sänger der H-Blockx und Mitglied der Söhne Mannheims, arbeitete rund zweieinhalb Jahre an diesem deutschsprachigen Werk, wie Bohne in Berlin erläuterte. Den Titelsong des Albums und "Tanz um dein Leben" präsentierte Wehland bereits live bei Universal Inside. In einem zwölfminütigen Video, das der Albumveröffentlichung inzwischen vorausgeht, mischen zudem zahlreiche musikalische Freunde Wehlands mit, der in dem Clip durch die Berliner Nacht streift.

An den Bars der Stadt treffen sich unter anderem Xavier Naidoo, Sarah Connor oder Wolfgang Niedecken, Johannes Oerding, Samy Deluxe oder AnNa R., aber auch Das Bo, Andreas Dorau oder der wie Wehland in Münster aufgewachsene Westbam. Neben Connor und Wehland verwies Bohne noch auf ein weiteres, vielversprechendes Projekt aus dem Hause PantaSounds. Unter diesem Namen hatten Schauspieler Matthias Schweighöfer und Kompagnon Dan Maag mit Pantaleon Entertainment und den Musikproduzenten und Komponisten Arne Schumann und Josef Bach sowie dem Musikmanager Pino Brönner kürzlich ein Musiklabel gegründet.

Matthias Schweighöfer befindet sich laut Bohne derzeit im Studio. Mit dabei: Songwriter wie Jasmin Shakeri oder Nisse Ingwersen, die bereits an Alben von Künstlern wie Andreas Bourani (Jasmin Shakeri) oder Peter Maffay (Nisse Ingwersen) miwirkten. "Lassen wir uns überraschen, ich glaube, da kann etwas ganz Tolles entstehen", versprach Bohne.