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Hochbetrieb beim Reeperbahn Festival

4400 Fachbesucher aus 40 Nationen kamen vom 21. bis 24. September zum elften Reeperbahn Festival. Das sind im Vergleich mit dem Vorjahr, als mehr als 3700 Fachbesucher und Journalisten kamen, 18,9 Prozent mehr. Dieser neue Rekordwert bringt jedoch auch Probleme mit sich.

06.10.2016 09:45 • von Jonas Kiß
Sie war der diesjährige Überraschungsgast bei der Warner Music Night im Docks: die schottische Band Biffy Clyro (Bild: Katja Ruge)

4400 Fachbesucher aus 40 Nationen kamen vom 21. bis 24. September zum elften Reeperbahn Festival. Das sind im Vergleich mit dem Vorjahr, als mehr als 3700 Fachbesucher und Journalisten kamen, 18,9 Prozent mehr. Dieser neue Rekordwert bringt jedoch auch Probleme mit sich.

Das Plus von knapp 20 Prozent fällt in diesem Jahr dynamischer aus als 2015, als der Branchentreff bei den Delegiertenzahlen nur um neun Prozent zulegte.Beim Liveprogramm zählten die Veranstalter in diesem Jahr an den vier Tagen 38.000 Konzertgänger, im Vorjahr lag die Gesamtbesucherzahl bei 32.000. Diese gestiegenen Zahlen lieferten jedoch auch verstärkt den Anlass zu Diskussionen über die rasante Entwicklung des Reeperbahn Festivals.

"Es gibt einfach zu viele Empfänge, Panels und sonstige Events", klagt etwa Ernst-Ludwig Hartz, Geschäftsführer E, im Gespräch mit MusikWoche. "Das geht alles auf Kosten der Musik." Positiv bewertet indes Stephan Thanscheidt, Geschäftsführer FKP Scorpio, die hohe Veranstaltungsdichte auf der Reeperbahn: "Es ist doch erfreulich, dass es hier so viel Angebot gibt. Da ist für jeden etwas dabei."

Dieser Ansicht würde Alexander Schulz, Geschäftsführer Reeperbahn Festival, wohl zustimmen - auch wenn er die Herausforderungen durchaus sieht, die mit einem wachsenden Event wie dem Reeperbahn Festival einhergehen. "Vielleicht haben wir ein pädagogisches Problem", räumt er gegenüber MusikWoche ein. Andererseits dürfe man nicht den Anspruch haben, alle Einzelveranstaltungen besuchen zu wollen. "Denn wir vergrößern unser Angebot vor allem deswegen, weil wir dadurch die Zielgruppen bei den Fachbesuchern wie auch den öffentlichen Besuchern erweitern wollen. Angebote aus der Klassik oder der Bildenden Kunst bedeuten ja auch andere, neue Zielgruppen."

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