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Events

Musikdialog nimmt Value Gap unter die Lupe

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz lud am 21. September erneut zum Musikdialog Hamburg ins Rathaus. Dem Ruf folgte eine prominent besetzte Runde aus der ganzen Musik- und Medienwelt.

21.09.2016 16:47 • von Jonas Kiß
Diskutierten im Hamburger Rathaus (von links): Ole Specht, Sophie Poppensieker (beide Tonbandgerät), Lars Ingwersen, Bernd Dopp, Karsten Schölermann, Thore Debor (hinten), Jens Michow, Frank Thomsen (hinten, G+J, Moderation), Frank Otto, Carsten Brosda (Staatsrat für Medien, Kultur und Digitales), Désirée Vach, Florian Drücke, Christopher Franzen. Vorn: Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg (Bild: Marcelo Hernandez.)

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Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz lud am 21. September erneut zum Musikdialog Hamburg ins Rathaus. Dem Ruf folgte eine prominent besetzte Runde aus der ganzen Musik- und Medienwelt.

Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt selbst allerdings konnte der Veranstaltung, die parallel zu den ersten Events des Reeperbahn Festivals über die Bühne ging, nur sehr kurz beiwohnen: Die große Politik rief, unter anderem mit einer Diskussion ums Erbschaftsrecht. Die Begrüßung der eingeladenen Teilnehmer übernahm Carsten Brosda, der in der Kulturbehörde und Senatskanzlei der Hansestadt als Staatsrat für Kultur, Medien und Digitales fungiert.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Risikokapital Künstler?", und tatsächlich ging es denn auch in der einleitenden Rede des Medien- und Musikmanagers Frank Otto sowie in der anschließenden Diskussionsrunde um die Möglichkeiten der Kreativschaffenden, sich selbst als Marke zu finden und zu vermarkten sowie den Wandel im Musikgeschäft der vergangenen Jahre und Jahrzehnte.

Das Themenspektrum reichte von der weiterhin erfreulichen Entwicklung im deutschen Musikmarkt hin bis zum jüngsten Vorschlag der Europäischen Kommission zur Neugestaltung des Urheberrechts auf internationaler Ebene. Zur Sprache kam aber auch das Ungleichgewicht zwischen der Wertschätzung musikalischer Inhalte im Onlinebereich und den Möglichkeiten der Wertschöpfung über werbefinanzierte Onlinedienste wie YouTube. Neben dieser Value Gap genannten Wertschöpfungslücke stand aber unter dem Motto "Gender Gap" auch die Frage der Gleichstellung auf der Agenda - hier steuerte die frisch als VUT-Vorstandsmitglied bestätigte Désirée Vach einleitende Worte bei.

Unter den Gästen der vielfältig besetzten Runde fanden sich die Reeperbahn-Festival-Chefs Alexander Schulz und Detlef Schwarte ebenso wie Bernd Dopp vom Hamburger Musikkonzern Warner Music, BVMI-Geschäftsführer Florian Drücke, DMV-Präsident Rolf Budde, die VUT-Repräsentanten Désirée Vach, Andrea Rothaug und Oke Göttlich, Jens Michow (bdv) und Pascal Funke (VDKD), Michael Duderstädt von der GEMA, Guido Evers von der GVL oder Textdichter Frank Dostal, aber auch Jens Thele (Kontor Records) oder Lars Lewerenz (Audiolith).